metroZones Reihe

Global Prayers folgt den Fragen von Erlösung und Befreiung in den globalen Metropolen. Urbane Kulturen und öffentliche Räume werden von neuen religiösen Praktiken durchdrungen. Religiöse Gemeinschaften schreiben sich akustisch, typografisch und architektonisch in die Städte ein. Sie erzeugen ihre eigene Ästhetik, ihre eigenen Konsumformen. Religion und Urbanität galten in der Stadtsoziologie, aber auch in künstlerischen Produktionen lange als unvereinbar. Global Prayers stellt demgegenüber die These einer wechselseitigen Beeinflussung auf. Die Publikation beruht auf der Arbeit eines internationalen Netzwerks von Forschern und Künstlern und richtet ihr Augenmerk auf unterschiedliche urbane GruppierungenWeiterlesen
Seit Ende der 1990er Jahre unterliegt Venezuelas Hauptstadt Caracas einem fundamentalen Transformationsprozess. Im Zuge der „bolivarianischen Revolution“ versuchen lokale und staatliche Organe gemeinsam mit der Bevölkerung eine neue urbane Politik umzusetzen. Einst marginalisierte Bewohner_innen organisieren sich in Stadtteilräten, Nachbarschaftsversamm-lungen oder Medienkollektiven und entwickeln sich so zum Akteur politischer, sozialer wie auch kultureller Veränderung. Dies lässt sich nicht allein als „Stadtplanung vn unten“ beschreiben, denn die offizielle Vision einer „Sozialistischen Stadt des 21. Jahrhunderts“ durchzieht wie ein Masterplan die Projekte und Debatten der sozialen Basis. Dennoch ist die Selbstorganisation ein zentralesWeiterlesen
Based on close cooperation between artistic and scientific researchers „Faith is the Place“ explores how the new policies, economies, and cultures of faith in urban spaces are operating. also highlights the pictures and sounds, spaces, and practices created by the religious in the light of globalisation. The publication „Faith is the Place“ has emerged out of the traveling exhibition „the Urban Cultures of Global Prayers“, creating knowledge and experiences of religious movements in space and generated with the means of artistic research. Within „Faith is the Place“, the contributions presentedWeiterlesen
Neue religiöse Bewegungen und Organisationen spielen in den Städten der Welt eine immer wichtigere Rolle. Sie verändern Räume und Ökonomien, sie treten als politische Akteure auf und ersetzen häufig sogar die Rolle des Staates – quer durch alle Regionen und Religionen. In Lagos fasst die größte Pfingstkirche fünfmal mehr Gläubige als das weltgrößte Fußballstadion; am Rande der Metropole wird sogar eine eigene »City of God« errichtet. In Beirut übernehmen Islamisten den Wiederaufbau der kriegszerstörten Stadt und kontrollieren die Wohnungsversorgung. In den Favelas von Rio sind die Evangelikalen in der DrogenpräventionWeiterlesen
With stagings. Kabul, Film & Production of Representation, the artist, filmmaker and author Sandra Schäfer raises the questions of media and political images of “Afghanistan” in multiple ways. The city of Kabul and the cinema create stages for the counter-production of representation, for new definitions and reinterpretations of gender roles and power relations. stagings addresses urban issues “beyond the civitas” but also keeps an eye on cultural production, image politics and media strategies. The book presents photographs, film stills and documents from the past forty years. The highlighted films, internationalWeiterlesen
Funk the City beleuchtet die Beziehung zwischen dem urbanen Alltag der beiden Metropolen Rio de Janeiro und Berlin und den musikalischen Subkulturen Hip-Hop und Baile Funk, die von der bürgerlichen ›Mitte‹ mit Ghetto, Gewalt und Marginalität in Verbindung gebracht werden. Lassen sich in diesen Kulturpraxen aus den urbanen Peripherien Ansatzpunkte für eine ›Politik nach der Politik‹ finden? Offenbart sich ihnen ein widerständiges ›städtisches Handeln‹, mit dem Bewohnern von stigmatisierten Favelas und Einwanderervierteln auf der Ebene der Zeichen und Symbole gegen ihre gesellschaftliche Marginalisierung ankämpfen? Schaffen sie vielmehr als ›exotische‹ MusikstileWeiterlesen
Verhandlungssache Mexiko Stadt zeigt die mexikanische Metropole jenseits der Megacity-Superlative. Der Sammelband richtet den Blick auf den städtischen Alltag in dieser Metropole mit ihren 20 Millionen EinwohnerInnen. Globale und lokale Restrukturierungsprozesse verändern derzeit das räumliche und soziale Gefüge von Mexiko Stadt: Orte, Nutzungsweisen und Aneignungsformen wandeln sich. Die wichtigste Triebkraft dieser Entwicklungen ist eine der Stadt eigene politische Kultur des informellen Aushandelns. Entgegen der normativ aufgeladenen Perspektive auf die Megastadt als „Schreckbild oder Chance“ versucht das Buch, Facetten des täglichen Lebens und Wandels zu beschreiben und zu analysieren. Gesellschaftliche KonflikteWeiterlesen
Mit einem Beitrag von Tom Holert und Mark Terkessidis Fotografien von Karl Heinz Mai, Betty Pabst u.a. Mobile Wohnformen, ephemere Bauten, performative Architektur sind Schlagworte, die derzeit in aller Munde sind. Sie stehen für den Wunsch nach Freiheit, Unabhängigkeit, Flexibilität sowie für die Suche nach Architekturkonzepten, durch die der umbaute Raum ebenso beweglich wird wie Menschen, Waren und Finanzen. Symptomatisch für den gegenwärtigen Hype um das Temporäre und Provisorische ist, dass die historischen Dimensionen von ›Architektur auf Zeit‹ selten reflektiert werden. An diesem blinden Fleck setzen die Forschungen in ArchitekturWeiterlesen
1979: Im Iran wird der Schah gestürzt, die islamische Republik entsteht; parallel eskaliert mit dem sowjetischen Einmarsch der Bürgerkrieg in Afghanistan. Bilder über Afghanistan waren seither zumeist Bilder der Zerstörung. Diesen Außenansichten setzt ›Kabul/ Teheran 1979 ff‹ Perspektiven aus Kabul entgegen. Nachrevolutionäre Filme aus dem Iran gewinnen Preise auf internationalen Festivals; zugleich steht Kino im Iran selbst für Modernität. Die iranische Filmszene unterstützt und beeinflusst die wieder entstehende afghanische Filmproduktion. Auch die vielen afghanischen Flüchtlinge, die im Iran leben, verbinden beide Länder. So wurde der Bauboom in der Megastadt TeheranWeiterlesen

Eingestellt am Dezember 17, 2004Von mzin die Kategorie metroZones Reihe, Publikationen

Self Service City: Istanbul. metroZones 4

„Self Service City: Istanbul“ thematisiert aus unterschiedlichen Blickwinkeln die faktische Neugründung der 2700 Jahre alten ›Megapolis‹: Seit 1950 ist Istanbul von einer Million Einwohner durch Zuwanderung auf über zehn Millionen angewachsen. Auf besetztem Land errichteten die ländlichen Arbeitsmigranten zunächst in Selbsthilfe ihre Gecekondus. Innerhalb eines halben Jahrhunderts entwickelten sich diese informellen »Ersatzstädte« städtebaulich, kulturell und politisch zu einer der bedeutendsten Komponenten der »selbstgemachten« Metropole. Eine Entwicklung, die von bürgerlichen Urbanitätsdiskursen oftmals nur als zerstörerische Invasion des bestehenden Istanbuls wahrgenommen wurde. In den Neunzigerjahren hat sich die Zuwanderung in die Bosporus-MetropoleWeiterlesen