metroZones Reihe

1979: Im Iran wird der Schah gestürzt, die islamische Republik entsteht; parallel eskaliert mit dem sowjetischen Einmarsch der Bürgerkrieg in Afghanistan. Bilder über Afghanistan waren seither zumeist Bilder der Zerstörung. Diesen Außenansichten setzt ›Kabul/ Teheran 1979 ff‹ Perspektiven aus Kabul entgegen. Nachrevolutionäre Filme aus dem Iran gewinnen Preise auf internationalen Festivals; zugleich steht Kino im Iran selbst für Modernität. Die iranische Filmszene unterstützt und beeinflusst die wieder entstehende afghanische Filmproduktion. Auch die vielen afghanischen Flüchtlinge, die im Iran leben, verbinden beide Länder. So wurde der Bauboom in der Megastadt TeheranWeiterlesen

Eingestellt am Dezember 17, 2004Von mZin die Kategorie metroZones Reihe, Publikationen

Self Service City: Istanbul. metroZones 4

„Self Service City: Istanbul“ thematisiert aus unterschiedlichen Blickwinkeln die faktische Neugründung der 2700 Jahre alten ›Megapolis‹: Seit 1950 ist Istanbul von einer Million Einwohner durch Zuwanderung auf über zehn Millionen angewachsen. Auf besetztem Land errichteten die ländlichen Arbeitsmigranten zunächst in Selbsthilfe ihre Gecekondus. Innerhalb eines halben Jahrhunderts entwickelten sich diese informellen »Ersatzstädte« städtebaulich, kulturell und politisch zu einer der bedeutendsten Komponenten der »selbstgemachten« Metropole. Eine Entwicklung, die von bürgerlichen Urbanitätsdiskursen oftmals nur als zerstörerische Invasion des bestehenden Istanbuls wahrgenommen wurde. In den Neunzigerjahren hat sich die Zuwanderung in die Bosporus-MetropoleWeiterlesen
Die Favelas in Rio de Janeiro wurden nie legalisiert, vom Staat immer wieder zerstört und durch einen »Mythos der Marginalität« stigmatisiert. Zugleich prägt ihre aus der Not geborene sozio-ökonomische und politische Selbstorganisation seit einem Jahrhundert die urbane Gesellschaft. In Buenos Aires hingegen zwingen erstmals die durch einen radikalen Neoliberalismus zerstörten sozialstaatlichen Funktionen verarmte Bevölkerungsgruppen dazu, alternative und informelle Formen des Produzierens sowie des politischen Widerstandes neu zu erfinden. Heute existiert in beiden Städten ein dichtes Netz an neuen sozialen Akteuren, die in ihren Stadtteilen Kulturproduktion und Sozialarbeit mit einer politischenWeiterlesen
Weltweit entstehen Metropolen jenseits von Planbarkeit und Kontrolle und stellen so die regulierte Form der ›Europäischen Stadt‹ sowie die Effektivität herkömmlicher Planungsinstrumente in Frage. Die an Wohlfahrtsstaatlichkeit gekoppelten sozialen und gesellschaftspolitischen Anliegen architektonischer Gestaltung sind in diesem Kontext neu zu formulieren. Vor allem die vielfältigen Strategien von Selbstorganisation und partizipativer Architektur können auf externe Dynamiken reagieren und mit der Unvorhersehbarkeit urbaner Prozesse umgehen. Gleichzeitig ermöglichen sie es, die soziale Funktion von Raum und die gesellschaftliche Bedeutung von Architektur einzubeziehen. Eine erweiterte Mitbestimmung könnte so die Gestaltung des gebauten Raumes demokratisierenWeiterlesen
NGBK (Hg.) learning from* Städte von Welt, Phantasmen der Zivilgesellschaft, informelle Organisation  Redaktion: Jochen Becker, Claudia Burbaum, Martin Kaltwasser, Folke Köbberling, Stephan Lanz, Katja Reichard metroZones 2 / Verlag der NGBK 2003 /ISBN 3-926796-86-3 www.learningfrom.comWeiterlesen
Welche Ordnungen und welche Turbulenzen durchziehen die Räume der globalen Metropolen? Während die Politik des >Guten Regierens< die widerstreitenden Interessen in einer Stadt zu harmonisieren sucht, präsentiert das Buch Materialien aus den Rissen dieses hegemonialen Projekts. Sichtbar gemacht werden die alltäglichen Konflikte des regulierten urbanen Lebens in den Slums und gated communities, in Kriegs- und Protektoratsgebieten. Space// Troubles trägt erzählerische und sozialwissenschaftliche Beiträge zusammen, die mit Bildmaterialien verschränkt werden. »Gutes Regieren« meint hier nicht einen Maßstab für die politische Steuerung von Städten, sondern verweist auf das Konzept der Good Governance,Weiterlesen