metroZones.Saloon #9. Caracas, sozialisierende Stadt. Buchpräsentation & Diskussion

metroZones.Saloon #9. Caracas, sozialisierende Stadt
Buchpräsentation & Diskussion

Stadtforschung dezentrieren /// Eine Veranstaltungsreihe von metroZones

21.August 2013, 20.30. bbooks, Berlin

Seit Ende der 1990er Jahre unterliegt Venezuelas Hauptstadt Caracas einem fundamentalen  Trans­formationsprozess. Im Zuge der „bolivarianischen Revolution“ versuchen lokale und  staatl­iche Organe gemeinsam mit der Bevölkerung eine neue urbane Politik umzusetzen. Einst margina­lisier­te Bewohner_innen organisieren sich in Stadtteilräten, Nachbarschaftsversammlung­en oder Medien­kollektiven und entwickeln sich so zum Akteur politischer, sozialer wie auch kultureller Veränder­ung. Dies lässt sich nicht allein als „Stadtplanung von unten“ beschreiben, denn die offizielle Vision einer „Sozialistischen Stadt des 21. Jahrhunderts“ durchzieht wie ein Masterplan die Projekte und Debatten der sozialen Basis. Dennoch ist die Selbstorganisation ein zentrales Moment der Produk­tion einer sozialisierenden Stadt.

Aus der Perspektive der kritischen Stadtforschung wirft der Sammelband einen Blick auf die Dynamik, die Räume und die Akteure der Metropole Caracas. Die beobachteten Veränderungen verweisen über Lateinamerika hinaus auf soziale und politische Fragen zukünftiger Stadtentwicklung, die sich unter Umständen auch in Bezug auf Berlin und Hamburg stellen lassen.

Mit den Herausgeberinnen Dario Azzellini, Stephan Lanz und Kathrin Wildner (mZ, HafenCity Universität, Hamburg) diskutieren Christoph Twickel (Hamburg) und weitere Gäste.