Neues Hellersdorf: Acts of Citizenship

Samstag, 13.10.2018, 15 – 18 Uhr, in der Station urbaner Kulturen, Auerbacher Ring 41, 12619 Berlin (Eingang Kastanienboulevard, neben Lebenshilfe e.V.)

Erreichbarkeit: U5 Cottbusser Platz

Die Veranstaltung diskutiert die sozialen und städtischen Veränderungen in der Großwohnsiedlung Neues Hellersdorf zwischen Rechtsruck und migratischer Aneignung. Durch Erzählungen von alltäglichen Praktiken der Wohnungs- und Arbeitssuche, einem Gespräch zu Urban Citizenship sowie einem Vergleich mit der Situation in ähnlichen Siedlungen in Frankreich soll das Recht auf urbane „Normalität“ diskutiert werden.

2013 attackierte die NPD zum Bundestagswahlkampf die neu eingerichtete Gemeinschaftsunterkunft Maxi-Wander-Straße Hellersdorf. Aufmärsche zur ehemaligen Schule beim U-Bahnhof Cottbusser Platz brachten der NPD wie auch der damals noch jungen AfD knapp 5 Prozent der Erststimmen ein. 2018 suchen immer mehr Geflüchtete eine Wohnung in Hellersdorf, um endlich vom Heimalltag Abschied zu nehmen. Sie haben Sprachkurse durchlaufen und einen Job gefunden. Gemeinsam mit Hellersdorf hilft e.V. organisieren sie sich in der Begegnungsstätte LaLoka; die Brache vor dem Heim nutzen pakistanische und afghanische Geflüchtete mit Unterstützung der station urbaner kulturen regelmäßig als Cricketfeld.

„Neues Hellersdorf“ diskutiert die sozialen und städtischen Veränderungen in der Großsiedlung zwischen Rechtsruck und migrantischer Aneignung. In Erzählungen alltäglicher Praktiken der Wohnungs- und Arbeitssuche, einem Gespräch zu Urban Citizenship sowie einem Vergleich mit der Situation in ähnlichen Siedlungen Frankreichs steht das Recht auf urbane „Normalität“ zur Diskussion. Dabei wird auch ein Blick auf die Geschichte der französischen Vorortsiedlungen und ihr Image am Beispiel der Bildproduktion geworfen.

Inputs, Gespräch und Diskussion mit Mohammad Al Khatib, Renaud Epstein, Jihad Issa, Sajid Khan, Henrik Lebuhn, Adam Page, Habibullah Safi, Muhammad Asif Syed u. a. m.
Im Anschluss Eröffnung der Ausstellung „Kreise ziehen 2“.

15 – 18 Uhr

  • „Hellersdorf zwischen Rechtsruck und migrantischer Aneignung“. Inputs und Diskussion mit den Cricketspielern, Aktivisten, Künstlern und Anwohnern Mohammad Al Khatib, Jihad Issa, Sajid Khan, Adam Page, Habibullah Safi, Muhammad Asif Syed (angefragt) u.a.
  • „Acts of Citizenship – Alltagspraktiken“, Gespräch mit Henrik Lebuhn (Stadt- und Regionalsoziologe, HU Berlin)
  • „Geschichte der französischen Vorortsiedlungen und ihr Image“, Input und Gespräch mit Renaud Epstein (Soziologe, Dozent für Politikwissenschaft an der Sciences Po Saint-Germain-en-Laye)

ab 18 Uhr

  • „KREISE ZIEHEN 2“, Ausstellungseröffnung von/mit IDEE 01239, Dresden-Prohlis und dem französischen Soziologen Renaud Epstein. Weitere Informationen zur Ausstellung „KREISE ZIEHEN 2“ hier