12.
November 2011 8. Januar 2012
Eröffnung: 11. November 2011
the Urban Cultures of Global Prayers

In
Lagos fasst die größte Pfingstkirche fünfmal mehr Gläubige
als das weltgrößte Fußball-stadion; am Rande der Megastadt
entsteht eine eigene City of God. In Beirut übernehmen islamistische
Einrichtungen den Wiederaufbau der kriegszerstörten Viertel und kontrollieren
die Wohnungsversorgung. In Rio de Janeiro konvertieren Kinos zu Kirchen, in
Mumbai werden öffentliche Räume zeitweise zur Bühne für
religiöse Spektakel. Über Lautsprecher und Plakate, in Motorradkolonnen
oder Prozessionen, durch eigene Fernsehsender oder auf Friedhöfen
religiöse Gemeinschaften demonstrieren ihre Präsenz und besetzen
urbane Räume.
Neue religiöse Bewegungen spielen in den Städten eine immer wichtigere
Rolle. Sie verändern die urbane Topographie, sie treten als wirtschaftliche
wie auch als politische Akteure auf und ersetzen nicht selten die Rolle des
Staates quer durch alle Weltregionen und Religionen. Zugleich werden
die städtischen Kulturen durchdrungen von neuen religiösen Praktiken
wie etwa Islamic Hip-Hop oder christlichen Nollywood-Filmen.
Gilles Aubry (CH), Sabine Bitter / Helmut Weber (AT), Lía Dansker (AR),
Aryo Danusiri (ID), Katja Eydel (D), Frida Hartz (MX), Magdalena Kallenberger
/ Dorothea Nold (D), Verónica Mastrosimone (AR), Rika Collective (KE),
Sandra Schäfer (D), Surabhi Sharma (IN), Sevgi Ortaç (TR), Jens
Wenkel / Lagos Film Workshop (NG), Paola Yacoub (LB)
Die internationale Kunstausstellung the Urban Cultures of Global Prayers ermöglicht
einen differenzierten Blick auf die Zusammenhänge zwischen urbaner Entwicklung
und sakralen Praktiken, zwischen den Versprechen spiritueller Erlösung
und sozialer Befreiung. Jenseits ideologischer Debatten um das Wiedererstarken
der Religionen wird in den Arbeiten von Künstler_innen aus zwölf
Ländern deutlich, dass große Städte immer auch Orte religiöser
Innovation sind. Die Schau thematisiert vor allem die kulturellen und städtischen
Praktiken der weltweit agierenden, neuen religiösen Bewegungen. Erfahrbar
werden urbane Settings, Strategien und Sinnproduktionen religiöser Akteure
und Gemeinschaften in Metropolen des Globalen Südens wie Lagos, Mumbai
oder Rio de Janeiro aber auch in Istanbul und Berlin. Der Schwerpunkt
der Ausstellung liegt auf visuellen und medialen Formaten der Fotografie,
Videoinstallation und des Soundscape.
Im Anschluss an die Präsentation in der NGBK wird die Ausstellung in
Camera Austria, Graz zu sehen sein (27. Januar bis 31. März 2012).
Die Ausstellung der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst findet im Rahmen
des von metroZones initiierten transdisziplinären Kultur- und Forschungsprojekts
Global Prayers Erlösung und Befreiung in der Stadt statt. In enger
Zusammenarbeit künstlerisch und wissenschaftlich Forschender lotet Global
Prayers aus, wie die neuen Politiken, Ökonomien und Kulturen des Glaubens
im städtischen Raum funktionieren, welche Bilder und Klänge, Räume
und Praktiken das Religiöse im Zeichen der Globalisierung hervorbringt.
Im Zentrum des Projekts steht die Frage, wie Religion städtische Räume
produziert und verändert, aber auch wie das Städtische neue Religiositäten
schafft. Erkundet werden Themen wie das Verhältnis zwischen neuen urbanen
Religionsgemeinschaften, Stadtplanung und Staatlichkeit, Selbstorganisation,
Medialität, Alltagskultur und die Lokalisierung transnational agierender
Akteure. Darin verbinden sich wissenschaftliche, ethnographische und audiovisuelle
Forschungen mit hierfür neu entwickelten dokumentarischen und künstlerischen
Arbeiten.
Komplementär zum Format der Ausstellung werden in Berlin im Haus der
Kulturen der Welt die viertägigen Thementage Global Prayers veranstaltet
(23. bis 26. Februar 2012), in dem die diskursiven (Symposien) und performativen
Aspekte (Konzerte, Aufführungen, Filme) des Projekts im Vordergrund stehen.
In regelmäßigen Saloons wird zudem über Politiken
des Wissens diskutiert.
Global Prayers wird durch eine Serie von Publikationen begleitet. Bereits
veröffentlicht ist der Band Urban Prayers Neue religiöse
Bewegungen in der globalen Stadt (metroZones, Verlag Assoziation A, Berlin/Hamburg
2011). Zur Ausstellungseröffnung am 11. November wird ein zweisprachiger
Ausstellungsführer erscheinen. In Vorbereitung befindet sich eine englisch-sprachige
Publikation zum Themenfeld der künstlerischen Forschung (metroZones,
Berlin 2012). Ende 2012 soll zudem ein umfangreicher Dokumentationsband mit
den Ergebnissen des Gesamtprojektes erscheinen.
metroZones | Arbeitsgruppe the Urban Cultures of Global Prayers: Jochen Becker,
Christian Hanussek, Anne Huffschmid, Nadine Jäger, Stephan Lanz, Oliver
Pohlisch, Katja Reichard, Kathrin Wildner
Szenografie: ifau - institut für angewandte urbanistik
Grafik: image-shift - büro für gestaltung
Eine Ausstellung der NGBK im Rahmen von global prayers redemption and
liberation in the city.
global Prayers
ist ein Projekt von metroZones Center for Urban Affairs, Haus der Kulturen
der Welt, Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder und ein Forschungsprojekt
am Forum Transregionale Studien - koproduziert mit Goethe-Institut, Heinrich-Böll-Stiftung
und Camera Austria, Graz.
www.globalprayers.info
___
13.
Oktober 2011, 19
Uhr 30
im
Café Global, HKW Haus der Kulturen der Welt, Berlin,
John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin
Book
Launch
Urban Prayers.
Neue religiöse Bewegungen in der globalen Stadt
Buchpräsentation mit Werner Schiffauer (EUV Frankfurt/O)
und Hansjörg Dilger (FU Berlin)
Neue religiöse Bewegungen und Organisationen spielen in den Städten
der Welt eine immer wichtigere Rolle. Sie verändern Räume und Ökonomien,
sie treten als politische Akteure auf und ersetzen häufig sogar die Rolle
des Staates quer durch alle Regionen und Religionen. In Lagos fasst
die größte Pfingstkirche fünfmal mehr Gläubige als das
weltgrößte Fußballstadion; am Rande der Metropole wird sogar
eine eigene »City of God« errichtet. In Beirut übernehmen
Islamisten den Wiederaufbau der kriegszerstörten Stadt und kontrollieren
die Wohnungsversorgung. In den Favelas von Rio sind die Evangelikalen in der
Drogenprävention aktiv, während in Mumbai Hindu-Nationalisten ganz
offiziell an der Stadtregierung beteiligt sind. Umso erstaunlicher, dass die
Stadtforschung diesem Phänomen bislang kaum Beachtung geschenkt hat.
metroZones ermöglicht mit der vorliegenden Textsammlung internationaler
Autor/innen einen differenzierten Blick auf die Zusammenhänge zwischen
urbaner Entwicklung und städtischen Glaubenspraktiken, zwischen dem Versprechen
der religiösen Erlösung und dem der politischen Befreiung. Jenseits
ideologischer Debatten um das »Wiedererstarken des Religiösen«
wird deutlich, dass die Städte zugleich Orte religiöser Innovation
sind. Und sie bringen beileibe nicht nur anti-moderne, intolerante Fundamentalismen
hervor.
Mit Beiträgen von Yasmeen Arif, Asef Bayat, Patrícia Birman, Enrique
Dussel, Julia Eckert, Delwar Hussain, Leo Penta, Werner Schiffauer, Pablo
Semán, Klaus Teschner und Asonzeh Ukah
metroZones (Hg)
Urban Prayers Neue religiöse Bewegungen in der globalen Stadt
metroZones 10, Verlag Assoziation A, Berlin/Hamburg, ISBN 978-3-935936-78-1,
20 Euro
Global Prayers
Open Call for Proposals: Case Study Berlin
The transdisciplinary research and cultural project Global Prayers - Redemption
and Liberation in the City - a project jointly executed by the Haus der Kulturen
der Welt and the Europa-Universität Viadrina, funded by the Forum Transregionale
Studien and conducted in collaboration with metroZones-Center for Urban Affairs
e.V. invites interdisciplinary artists and scientists (artistic researchers)
to apply for the project Global Prayers - Case Study Berlin. The deadline
is April 15, 2011.
A lthough Berlin is often called the 'capital of atheism' - see, among others,
Peter L. Berger - religion and the religious are becoming increasingly visible
social and socio-political issues here as well. (Case in point: the campaign
and referendum Pro Reli, Berlin 2009.) The project Global Prayers looks into
new religious movements and their impact on the transformation of the city
and the urban in a number of the worlds metropolises. Within this context,
it also investigates the role and significance of new and current religious
practices, movements and communities in urban everyday life in Berlin. We
seek to fund artistic/scientific research that focuses on these new practices
and on manifestations of the religious in urban space. We are not looking
for work that adds new facets to familiar debates like the discussion of Islamization
or the controversies surrounding the building of mosques. Rather, studies
should explore and 'seismographically' examine the following questions: Which
religious practices can be found in Berlin outside of social and media discourses?
In which milieus and social environments or urban spaces can religious formations
and transformations be observed in the city? Which specifically urban forms
of religious practice can be found in public space, in the citys courtyards,
or in its various social institutions? What do these religious spaces look
like; how do they overlap with the citys secular spaces? Which types
of spatial and individual transformation can
be found or staged - here?
This call for proposals is specifically looking for submissions proposing interdisciplinary projects that aim to approach the above-mentioned questions by means of artistic research and exploration. Consequently, it is aimed at interdisciplinary artists as well as at scientists employing artistic methods. Team and tandem projects are very welcome. The project can take the form of an audio-visual observation, an artistic/scientific exploration, or a performative intervention. Any of these should contain a component of reflection on, and documentation of, the urban context as well as of the role of the researcher/research team.
One or two projects will
be chosen from the submissions. The total funding amount available for research,
realization and documentation of Global Prayers - Case Study Berlin is €
10,000. The finished projects will be made available to the public by way
of events and/or publications coming out of the overall Global Prayers project.
Applicants are asked to submit a brief project outline of about two pages,
a CV, references to realized projects, and a relevant sample of previous work
(as pdf or hard copy). The application should be in English or German.
Please send your application
to: berlincase@globalprayers.info
Further material (e.g. DVDs, photos, publications) may be send to:
Global Prayers - Case Study Berlin
metroZones
c/o metrogap e.V.
Lausitzer Str. 10
10999 Berlin
Application deadline
(postmark): April 15, 2011
Successful applicants will be notified by June 1, 2011.
further information on the website http://globalprayers.info/research/cities/berlin/case-study-berlin/
GLOBAL PRAYERS –
REDEMPTION AND LIBERATION IN THE CITY
Second Workshop, Haus der Kulturen der Welt, 11.07 –
17.07.2010
The second workshop of the project "Global Prayers -- Redemption and Liberation in the City" took place at the Haus der Kulturen der Welt in Berlin from July 11th to 17th. The workshop gathered, for the first time, grantholders, associated researchers, artists and cooperation partners of Global Prayers. The main objective of this non-public workshop was to discuss the overall research questions, approaches, methods and forms of cooperation of the project. The core of the event was the presentation and discussion of the research proposals of the grantholders as well as of the artist projects. Some further lectures and comments on methodology framed the workshop, as well as time and space for working groups, networking and informal talks between participants and the project management.
Presentation of Global Prayers
- Forum Transregionale Studien: Georges Khalil
- Haus der Kulturen der Welt: Susanne Stemmler
- Europa-Universität Viadrina: Werner Schiffauer
- metroZones: Stephan Lanz / Kathrin Wildner / Jochen Becker: Global Prayers:
Idea and Structure of the Project
Global (Neo-)Pentecostalism: From Lagos to the Diaspora
- Annalisa Butticci: Lagos: Spiritual Warfare and Travelling Spirits. A Transnational
Multi-Sense Journey from Lagos to the Diaspora
- Richard Burgess: Nigerian Pentecostals in London and Lagos: Transnational
Net-works and Public Space
- Victor Okhai: Christian Nollywood and Media-Production
- Jens Wenkel: Presentation of the Documentary- and Workshop-Project on Lagos
- Adé Bantu (Brothers Keepers): Westafrica, Islam and HipHop
Martijn Oosterbaan: Concluding Comment
Interfaces and Zones of Demarcation: Beirut
- Joseph Rustom: Global Brother vs. Local Other: Mapping Global Dynamics in
Bei-rut’s New [Quasi] Religious Spaces
- Hiba Bou Akar: The Spatial Construction of the Religious “Other”
in Beirut
- Paola Yacoub: Religious Visualization in Urban Space in Beirut
- Thomas Burkhalter/NOrient: Lo-Fi versus Hi-Fi: The Arab World between Satellite-Islam,
Cassette-Sermons, and Sound-Art
Amanda Dias: Concluding Comment
Local (Neo-)Pentecostalism: Rio de Janeiro
- Amanda Dias: Transnational Religious Belonging and Belonging to the Nation
State: a Comparative Approach between (neo)-Pentecostalism and the Islamist
Movement
- Martijn Oosterbaan: Sonic Charisma: Sound, Religion and Politics in Rio
de Janeiro
- Sabine Bitter/ Helmut Weber: Artistic Research on Production of Urban Space
(via skype)
David Garbin: Concluding Comment
Theology of Liberation and Urban Practices
- Anne Huffschmid: The Theology of Liberation Project in Buenos Aires and
Mexico City
- Ultrared: Faith based Community Organizing in New York and Los Angeles (via
skype)
Migration, Urban Space and Religion
- George José: Playing God – The Celebration of RamLila in Bambai
- Gerda Heck: Migrants’ Routes – Religious Routes. The role of
(Neo-)Pentecostal Churches on Migration Routes of Congolese Migrants
- John Fleetwood (Market Photo Workshop): Photographic Research on Migration
and Urban Space
- David Garbin: Introduction and Co-Moderation
Annalisa Butticci: Concluding Comment
Religious Politics and Urban Conflicts in Istanbul
- Ayse Çavdar: The Loss of Modesty: Muslim Family’s Adventure
from “Neighbor-hood” to the Gated Communities
- Orhan Esen: Religious Politics and Urban Conflicts in Kagithane
- Sevgi Ortaç: Attack of the Urban Legends: The Habitable Labyrinth
of the Land Walls of Istanbul
- Charalambos Ganotis: The New Muezzin and Public Space in Istanbul
Gerda Heck: Concluding Comment
Religion and Street Politics
- Aryo Danusiri: Sufi Bikers and Arab Saints: Mobility and the Formation of
Emerg-ing Islamic Movement in Urban Indonesia
- Sandra Schäfer: Teheran 1979/2009
- Gilles Aubry: Sound Based Research & Sound Art Practice: Audition, Captation
and Production of Sonic Images Applied to Field Investigation.
- Katja Eydel: Photographic Research on Representation
George José: Concluding comment
Artistic Research: Approaches and Methodology
- Elke Bippus: The Art of Research
- Erika Fischer-Lichte: Mise-en-scène / Performance
- Werner Schiffauer: The Production of Evidence
Interim Résumé: Topics, Routes, Methods, Forms
of Cooperation
- Johannes Salim Ismaiel-Wendt: Critical Questions on Global Prayers from
a Post-Colonial Perspective
- Alexa Färber: Comments on the Present State of Global Prayers
- Proposals for Working Groups
Global Prayers Guided City Tour
“Global Prayers” is a joint project of the Haus der Kulturen der Welt (Berlin), the cultural studies faculty of the European University Viadrina (Frankfurt/Oder) and metroZones - Cen-ter for Urban Affairs. As a project at the Forum Transregionale Studien it is funded by the Land Berlin.
mZ.SALOON Recht auf’s
Tempelhofer Feld
im Rahmen von THE KNOT
Recht
auf’s Tempelhofer Feld
Ein metroZones.saloon zur Kampagne '1qm Tempelhof für jeden’
Der stillgelegte Flugplatz auf dem Tempelhofer Feld misst 3,4 Millionen Quadratmeter.
Somit steht für alle BerlinerInnen ein Quadratmeter Tempelhof zur Verfügung
– so eine Idee in der taz vom Oktober 2009. Wer verbündet sich
mit wem, um großflächige Planungen anzustreben? Wer bleibt lieber
insulär? Und wie könnte das 'Recht auf’s Tempelhofer Feld’
ausgehandelt werden?
„ Für einen Fußballplatz etwa bräuchte man rund 7.500
Quadratmeter - also die Unterstützung von 7.500 Berlinern. Falls die
aktuell räumungsbedrohte Wagenburg 'Schwarzer Kanal’ dort ein neues
Plätzchen wollte, müsste sie das Plazet von rund 3.000 Berlinern
erhalten. Ein Park von der Größe der Hasenheide würde 470.000
Parzellengeber benötigen. Auch der Senat könnte mit seinen Ideen
in den Wettbewerb treten. Für das als 'Adresse für innovaties Wohnen’
vorgeschlagene 'Columbia-Quartier’ am Nordrand des Areals müsste
er 105.800 Berliner begeistern. (...) Theoretisch könnte diese Form der
Bürgerbeteiligung auch dazu führen, dass aus der Brache wieder ein
Flugfeld wird.“
metroZones wird mit Gereon Asmuth (taz-Berlin) und weiteren Akteuren rund
um das Tempelhofer Feld über den radikaldemokratischen Ansatz „1
qm Tempelhof für jeden“ und weitere Möglichkeiten der Aneingung
diskutieren.
Dienstag, 25.5.2010, 20.00 Uhr
Ort: Flughafen Tempelhof - Eingang Columbiadamm
und am Donnerstag, 27.5, 15.00 Uhr
Listen! Ethnographic Soundwalk
mit Kathrin Wildner, metroZones
THE KNOT – Linking the Existing with the Imaginary
Kulturforum. 28.04.2010 – 01.05.2010 / Pre-Opening.
28.04.2010 / Opening. 29.04.2010
Mariannenplatz. 03.05.2010 – 16.05.2010 / Closing Weekend. 14.05.2010
– Sonntag, 16.05.2010
Flughafen Tempelhof. 19.05.2010 – 30.05.2010 / Closing Weekend. 28.05.2010
– 30.05.2010
"The
Knot": eine mobile Veranstaltungsplattform an Berliner Standorten.
Eine Plattform
für Kunst und Kultur auf der Reise durch Berlin, Warschau und Bukarest
- das ist "The Knot". "The Knot" schafft im öffentlichen
Raum der drei Städte von April bis Oktober 2010 einen Ort für Installationen,
Partys, Diskussionen, Vorträge, Workshops, Präsentationen und vieles
mehr. "The Knot" ist Teil von "The Promised City", einer
Initiative des Polnischen Instituts Berlin und des Goethe-Instituts: Künstler,
Kulturschaffende und Wissenschaftler beschäftigen sich interdisziplinär
mit den Träumen, Illusionen und Versprechen moderner Metropolen.
Mit "The Knot" führt ein internationales Kuratoren-Team Künstler,
Urbanisten, Architekten, Theoretiker und Aktivisten an wechselnden Orten zusammen.
Das Programm wird flexibel gestaltet, immer im Hinblick auf den jeweiligen
Schauplatz. Zentrum ist ein speziell für "The Knot" konzipiertes
mobiles Forschungslabor. Es ist gleichzeitig Produktions- und Veranstaltungsort
und kann verschiedene Funktionen erfüllen, wie die einer Werkstatt, Küche,
Bühne, Disco, eines Cafés, Labors, Theaters, Wohnraums, Archivs
und Museums.
"Durch die Wandlungsfähigkeit der Plattform wird auch der jeweilige
Standort beeinflusst, alltägliche Abläufe an den einzelnen Orten
werden durchbrochen. Durch die unmittelbare Integration in das Stadtleben
interagiert "The Knot" mit der Öffentlichkeit: Jenseits des
institutionellen Betriebs und statischer Umgebungen ist das Projekt offen
für Anregungen. Die Beobachtung und Teilnahme durch das Publikum ist
von zentraler Bedeutung, um alternative Umgangsweisen mit der Stadt und ihren
öffentlichen Räumen aufzuzeigen", so Markus Bader (raumlabor
berlin), der gemeinsam mit Oliver Baurhenn (DISK/CTM), Kuba Szreder (freier
Kurator) und Raluca Voinea (E-cart.ro) "The Knot" kuratiert. Und
Oliver Baurhenn ergänzt: "Agierende und Zuschauer erleben und handeln
gemeinsam und in Echtzeit vor Ort - die künstlerische Produktion entsteht
nicht in der Intimität eines verschlossenen Ateliers." Zu den Künstlern
und Initiativen, die sich aktiv an "The Knot" beteiligen, gehören
unter anderen Pola Dwurnik, Katharina Koch, h.arta, TAG, Roman Dziadkiewicz,
Boris Buden, Marion von Osten, Michelle Teran, Heimo Lattner, Kai Schiemenz
und Kottishop/Anne Kohl. Das Programm wird auf www.knotland.net veröffentlicht
und ständig aktualisiert.
Vom 28. April bis 1. Mai wird "The Knot" am Kulturforum die Freifläche
nahe der Matthäus-Kirche zwischen Staatsbibliothek und dem Komplex von
Gemäldegalerie, Kunstbibliothek und Kunstgewerbemuseum zum aktiv genutzten
Raum machen. Auf dem Mariannenplatz, mitten im dicht besiedelten Kreuzberg,
führt "The Knot" vom 2. bis 16. Mai die Arbeitsprozesse und
Diskurse weiter und sucht intensive Verknüpfungen mit seiner Umgebung.
Als aktuellster Punkt in der Debatte über die Umnutzung bestehender urbaner
Anlagen wird das Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof vom 17.
bis 30. Mai die abschließende Station von "The Knot" in Berlin
sein, bevor das Projekt weiter nach Warschau und Bukarest reist.
THE KNOT - KÜNSTLER. BERLIN. 8Rolek & Tsar Poloz, Prof. Georg Augustin,
Berliner Gazette with Caspar Clemens Mierau & Magdalena Taube, Bricolagekitchen
with Oneoftheroughs, Boris Buden, Centrala, Critical Practice, Pola Dwurnik,
Roman Dziadkiewicz, Joanna Erbel, Vasile Ernu, Exzyst, Graw & Böckler,
h.arta, Owen Hatherley, Helmut Hoege, IFAU, Kashanti, Claus Käpplinger,
Katharina Koch, Wojtek Kosma feat. Dwayne Browne, Kottishop with Stefan Endewardt
& Anne Kohl & Christopher Robotham & Philipp Winkelmeier, Michal
Kozlowski, Kasia Krakowiak, Maciej Kurak, Heimo Lattner, Ewa Majewska, Massmix,
Lopez Mausere, metroZones, Modulorbeat, Vlad Morariu, Marion von Osten, ParadisGaraj
& The Bureau of Melodramatic Research & Olivia Mihaltianu, Stefanie
Peter, raumlabor, Reactor, Barbara Reisinger, Natalia Romik, Tomek Sacilowski
& Igor Krenz, Kai Schiemenz, Schtraf, Janek Simon, Simon Sheikh, Janek
Sowa, Peter Spillmann, Szabó Péter/ Jackie Triste & Margitházi
Beata, < > TAG, Michelle Teran, Ovidiu Tichindeleanu, Kathrin Wildner,
Dilmana Yordanova & Mihaela Kavdanska.
Weitere Informationen unter:
www.knotland.net
Ein Recht auf Sao Paulo
Vortrag und Diskussion in Berlin
Das Recht auf Stadt“ ist der Titel des nächsten UN World Urban Forum, das im März 2010 in Brasilien stattfinden wird. Hinter dem Begriff verbirgt sich eine Debatte darüber, was eine Stadt ausmacht: öffentlicher Raum, Dienstleistungen, Mobilität. „Das Recht auf Stadt“ steht auch für ein Konzept von Bürgerbeteiligung in der Stadtentwicklung. In Brasilien wurden dafür bereits politische Strukturen geschaffen.
Das Portrait von São Paulo soll das Recht auf Stadt am konkreten Beispiel diskutieren. Dabei gilt das besondere Augenmerk einerseits der Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum, andererseits den Erfahrungen von Bürgerbeteiligung in der Megastadt. Ein Kommentar zum Gebrauch des Begriffs „Recht auf Stadt" in Deutschland soll einen Eindruck von der Bandbreite an Themen und Bewegungen vermitteln, die unter diesem Titel zusammengefasst sind. Vorträge halten werden:
* Nelson Saule Júnior, POLIS Institut, Sao Paulo
Das Recht auf Stadt in São Paulo. Der brasilianische Kontext und konkrete
Erfahrungen mit Beteiligungsstrukturen in der Stadtplanung
* Tobias Töpfer, Institut für Geographie, Universität
Innsbruck
Wir müssen draußen bleiben? - Bedeutung(slosigkeit) und Nutzung
von öffentlichem Raum in São Paulo
* Evaniza Rodrigues, Uniao Nacional pela Moradia Popular,
UNMP, Sao Paulo
Was fordert die brasilianische Bewegung der Wohnungslosen? Möglichkeiten
und Grenzen der Mitbestimmungsinstrumente aus der Sicht der sozialen Bewegungen
für Stadtreform in São Paulo
* Britta Grell, metroZones e. V., Berlin
Brückenschlag zur Debatte um das Recht auf Stadt in Deutschland
Vorträge: 2. März 2010, 19.30 Uhr
Ort: Beletage der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, Berlin-Mitte
Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich
Archive of Shared Interests –
Transfer Zone – Temporary Life – Temporary Communities
30 Positionen/
Dossiers mit theoretischen, architektonischern, künstlerischen Vorschlägen
zu Gemeinschaft in der Transfer Zone
Das Institut für Theorie ZHdK im White Space Zurich
11. Dezember 2009 – 8. Januar 2010 / 26 Februar – 20 März
2010
Öffnungszeiten:
Donnerstag 17.12.2009 / 7.1.2010: 15-18 h oder nach Vereinbarung 079 231 33
36
KünstlerInnen:
Marina Belobrovaja / Ursula Biemann / Corner College / Jeremy Deller / eggerschlatter
/ Finger (evolutionäre zellen) / forschungsgruppe f / Fritz Haeg / Christina
Hemauer/Roman Keller / Michael Hieslmair/Michael Zinganel / interpixel / Martin
Kaltwasser/Folke Köbbeling / San Keller / Pia Lanzinger / Michaela Melián
/ MetroZones / Peles Empire / Frédéric Post / Public Works /
Alain Rappaport / raumlaborberlin / RELAX (chiarenza & hauser & co)
/ Oliver Ressler / Shedhalle / Erik Steinbrecher / Support Structure / Szuper
Gallery / tat ort / Jeanne van Heeswijk / Markus Weiss
Kuratiert von Karin Frei Bernasconi, Siri Peyer, Dorothee Richter,
Ausstellungsdesign Jesko Fezer with Postgraduate Program in Curating, ICS
ZHdK,
Graphikdesign Megan Hall.
„Transfer“ bezieht sich auf nomadische Lebenszustände in
den postfordistischen Gesellschaften, die eine Großzahl unterschiedlicher
Subjekte erfassen: Diese Art vorläufiges Leben führen sowohl Personen,
die als Wirtschafts-, Regime- oder Kriegsflüchtlinge unterwegs sind,
bis zu Spezialisten der IT Branche und KulturproduzentInnen - ohne diese Gruppen
gleichsetzen zu wollen. Dabei existieren negative Konnotationen der Vorläufigkeit
und Ortlosigkeit zeitgleich mit imaginierten Zuschreibungen der Innovation
und Flexibilität. Wie bildet sich nun dieser Zustand des Vorläufigen
in den alltagskulturellen Bildmedien und Architekturen ab? Wie werden Gemeinschaften
aufgerufen und organisiert? Und wie wird dies den Subjekten als erträglich
und wünschenswert vermittelt? Und welche Rolle spielen hierbei urbane
Architekturen, wo funktionieren diese als enthistorisierende Herrschaftsstrukturen,
wo stellen sie global wieder erkennbare Behälter für vagabundierende
Subjekte bereit, wie lassen sie andere, subversive Möglichkeiten zu?
Wie erzeugen Subjekte in diesen von Geldströmen dominierten Umgebungen
Nischen und Identifikationen? Wie organisieren sie eine Umkehrung von machtförmigen
Strukturen an den Knotenpunkten, den Architekturen, den Bildmedien, den Verabredungen
und Diskursen? Welche vorübergehenden Allianzen und Gemeinschaften werden
gebildet?
„Gemeinschaften“
aus Sicht von Künstler/innen, Theoretiker/innen, Urbanist/innen werden
als Gegenpol zur allgemeinen Gesellschaft und deren Zwänge situiert,
sie spielen aber auf höchst unterschiedliche Weise eine Rolle. Ob Gemeinschaft
als geheimer Sehnsuchtsort gedacht wird oder als eine Bedrohung für das
Individuum, ob als Kooperative, ob als Nachbarschaft oder als gesellschaftliche
Gruppe, ob Gemeinschaften aufgelöst werden sollen, jedes Mal initiiert
ein bestimmtes künstlerisches, architektonisches oder theoretisches Konzept
zur Gemeinschaft eine mitschwingende Botschaft an das Publikum. Implizit sind
bestimmte Handlungen für die Besucher/innen, die Benutzer/innen, die
Leserschaft vorgesehen, das Publikum wird revolutioniert, integriert, informiert,
belehrt, einbezogen oder gelenkt. Das Archiv versteht sich zu dem großen
Thema der „Gemeinschaft“ als Projektapparat, der durch seine Differenz
und Widersprüche diese diskutierbar macht. Das Archiv wird perspektivisch
als Projektapparat eines Forschungsprojektes dienen und ab März 2010
erweitert und wieder gezeigt werden.
White Space // Office for Curating / Art / Theory
Programming: Dorothee Richter, Siri Peyer
Militärstrasse 76
Zugang über Kanonengasse neben Café Aloha
CH - 8004 Zürich
www.whitespace.ch
Kreuzberg 36 in der Krise?!
Steigende Mieten, Verdrängung und die Auswirkungen auf
den Kiez
Podiumsdiskussion
zur stadtpolitischen Entwicklung in Kreuzberg
14. Dezember, 19 Uhr SO36 Oranienstraße 190
Kreuzberg verändert sich. In den letzten Jahren sind die Mieten so stark
gestiegen, dass viele Menschen wegziehen mussten. Leute ohne deutschen Pass
oder mit wenig Geld haben es schwer, eine Wohnung zu finden. Schicke Boutiquen
und teure Bars haben die Atmosphäre verändert. Wir wollen uns nicht
verdrängen lassen. Was können wir tun, wenn die Mieten weitersteigen?
Viele Menschen in Kreuzberg bekommen Hartz IV. Wenn die Verordnungen für
Wohnkosten konsequent umgesetzt werden, wie es derzeit im Gespräch ist,
sind hier besonders viele in ihrem Wohn- und Lebensumfeld bedroht. Drohen
Zwangsumzüge? Wie können wir uns dagegen wehren und wie können
wir uns gemeinsam organisieren?
In einer Podiumsdiskussion soll diese Entwicklung kritisch beleuchtet und
in die aktuellen stadtpolitischen Debatten eingeordnet werden. Wir wollen
darüber sprechen, in welchem Zusammenhang die aktuellen Probleme mit
der neoliberalen Stadtpolitik und den Privatisierungen der öffentlichen
Infrastruktur stehen und auch darüber wie die aktuelle Wirtschaftskrise
die Situation in den Städten verschärft. Aus mehreren Perspektiven
möchten wir davon berichten, wie Kreuzberg sich verändert und was
es bedeutet, wenn die Mietsteigerungen ungebremst weitergehen. Wir wollen
darüber diskutieren, was für stadtpolitische Alternativkonzepte
es gibt und welche Gegenmaßnahmen wir gemeinsam ergreifen können.
Wir wollen uns informieren, uns vernetzen und Handlungsmöglichkeiten
aufzeigen.
Mit uns diskutieren
Joachim Oellerich (Berliner Mietergemeinschaft), Neriman Kurt (Kotti e.V.),
Dr. Franz Schulz Bezirksbürgermeister), Dr. Erwin Riedmann (Stadtsoziologe),
N.N. Gruppe Soziale Kämpfe, GSW Berlin (angefragt)
Es wird ins Türkische und Arabische übersetzt
www.so36.de www.kotti-berlin.de www.gruppe-soziale-kaempfe.org
The Transnationality of Cities
International
Conference at the graduate program »Transnational Spaces«
3rd - 5th December 2009
Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder
Cities are appropriate
sites for an examination of the spatial dimension of transnationality. This
is where global processes are concentrated, localized and become transformed
and materialize in physical space. In most recent studies on transnationality
categories of space are acknowledged in basic terms like 'bifocality' and
'here and there', they are generally examined focussing on social networks,
but not with regard to the (material, social or discursive) constitution of
space.
The conference focuses on the manifestation of transnationality in cities,
on the physical transformation of spaces as arenas for transnational actors
and transborder activities, on social spaces where social and economic networks
intertwine or on narrative and discursive spaces created by cultural production
or the media. The significance of migration, global economies as well as everyday
practices for current urban transformation processes is emphasized. Urban
space is not a setting for transnational practices but a constituent force
of transnationality in all its guises.
How are urban spaces affected, transformed, connected by transnational processes
and created anew? How do transnational activities – actors, institutions,
economic networks – relate to and manifest themselves in urban space?
In what ways do transnational flows of knowledge and political concepts, global
power relations and the interconnectedness of political actors affect models
of urban governance?
The questions posed at this “transdisciplinary” conference focus
- both on a theoretical and on a ethodological level - on the significance
of transnational flows for the production of urban space. The panels include
a variety of perspectives, focussing on flows of ideas, discourses and objects
and their local manifestations.
Program: Thursday, 3.12.2009 / 6.00 pm – 8.30 pm // Welcome European
University Viadrina - Keynotes on Transnationalism // Prof. Dr. Stefan Krätke,
European University Viadrina, Frankfurt/Oder: Welcome // Prof. Dipl.Ing. em.
Hans Harms, London/Berlin: Cities of the South in the Context of Transnational
Urbanism and International Development Policies // Prof. Dr. John Eade, Roehampton
University, London: The Return of the Local? Transnationalism, Translocalism
and Religion in the Global City // Reception: Poster presentation by the Ph.D.
Students of the graduate program “Transnational Spaces”
Friday, 4.12.2009 / 9.30 am – 1.00 pm // Transnational Urban Spaces
— Cultural Repertoires and Everyday Practices - Moderation: Dr. Kathrin
Wildner, European University Viadrina, Frankfurt /Oder // Dr. Martijn Oosterbaan,
Utrecht University: Transnational Brazilian Evangelism and Media // Dr. Kerstin
Pinther, Goethe University of Frankfurt/Main: Migration, Architecture and
Transnational Spaces // Prof. Dr. Faranak Miraftab, University of Illinois,
Urbana-Champaign: Emergent Transnational Spaces: Meat, Sweat and Global (re)Production
in the Heartland // Dr. Clara Irazábal, Columbia University, New York:
Transnational Planning: Reconfiguring Spaces and Institutions // 2.30 pm –
6.00 pm // Urban Governance Models // Moderation: Dr. Stephan Lanz. European
University Viadrina, Frankfurt/Oder // Prof. Dr. Katharyne Mitchell, University
of Washington, Seattle: From Moody´s to Compstat: Why Neoliberal Urban
Governance Lives On // Dr. Richard Pithouse, Durban, South Africa: Let’s
Keep it Real (The Anti-Politics of Most Attempts at Global Solidarity) //
Prof. Dr. Roger Keil, York University, Toronto: Transnational Urban Political
Ecology: Health, Environment and Infrastructure in the Unbounded City // Prof.
Dr. Marcelo Lopes de Souza, University of Rio de Janeiro: Challenging Heteronomonous
Power in a Globalised World: Insurgent Spatial Practices, Militant Particularism’
and Multiscalarity
Saturday, 5.12.2009 / 9.30 am – 12.30 am // Localizing Global Value
Chains in Global / Globalizing Cities - Moderation: Prof. Dr. Stefan Krätke
European University Viadrina // Michael Hoyler, Loughborough University, Leicestershire:
Spaces and Networks of Musical Creativity and Music Production in the City
// Dr. Sandra Alarcón, Universidad Iberoamericana, Mexico City: Tianguis
Global – Transnational Connections between Mexico City and Los Angeles
// Prof. Dr. Christof Parnreiter, University of Hamburg: Global City Formation,
Real Estate Economy and the Transnationalization of Urban Spaces // 1.00 pm
– 3.00 pm // Final Discussion: The Transnationality of Cities - Moderated
overarching discussion with representatives from all panels and as special
guests // Prof. Dr. Margit Mayer, Free University of Berlin // Prof. Dr. Schiffauer,
European University Viadrina, Frankfurt/Oder
registration and further information http://www.kuwi.euv-frankfurt-o.de/de/lehrstuhl/vs/wisogeo/Tagung/Programm/index.html
INTERNATIONAL
CONFERENCE
POST-CAPITALIST CITY
PULA, CROATIA
14. -
16. August 2009

Invited groups:
Exyzt, Pariz
Fram-menti, Treviso
Hackitectura, Sevilla
Krax, Barcelona
Elena Marchigiani, Trieste,
MetroZones, Berlin
M.i.m.o. Lab, Milano
Multilpicity, Milano
Observatorio Metropolitano, Madrid
Raumlabor, Berlin
Salottobuono, Venice
Self Made City, Rome
Dustin Tusnovics, Vienna
The city is the space where the reproduction of social, political and economic
forms of life takes place and where these forms of life confront instrumental
political power or political diagonal. This reproduction of forms of life
represents the central site of exploitation as well as of resistance. Resistance
is manifested through production of common values and through cooperation.
This complex environment can be the key force behind the making of democracy,
justice, common values and free space. Cities can become places of post-capitalism.
Conference on Post-capitalist City, Pula - Croatia, 14.-16.8.2009.
During three days, the Conference on Post-capitalist City will present the
common experiences of European groups involved in mapping, planning and creating
situations which escape both the capitalist logic of production of space and
reproduction of life. Some of these groups will present their work in the
form of lectures after which discussions will follow.
- The goal of the Conference is to affirm an international network of individuals
and groups exploring various forms of self-organizing in urban planning. The
participants' experiences, their current projects and practices, will be collected
in a catalogue/brochure which will be used for further activities. The catalogue
is conceived as a theoretical elaboration of practices, sorted by the criteria
of 1) method 2) tools/instruments 3) strategy and tactics.
- Our intention is to share experiences as well as create a Document summarizing
our conclusions into a general thesis to be used in further actions.
The project's hypothesis:
It is necessary to reread the processes of exploitation and resistance in
the city as well as understand the curren relations of political powers in
order to create a new urbanism, independent from the state and other political
institutions. In other words, we propose that the separation of urban planning
from the state is finally conceivable. The existing forms of production and
life have already erased the border between the profession and its beneficiaries,
between planners and citizens, architects and activists. To research new aspects
of urban development is to reinvent them. Individual experience has become
the key for describing the new urban dynamics.
The Symposium will take place in Pula, a city on the Croatian coast. This
environment should be inspiring for investigating the separation of planning
and state because the state has been retreating from Pula for the last 20
years. An historical military port, the town was deserted by the army and
now offers vast abandoned areas. Most of these spaces did not integrate into
commodity markets and the accompanying system of political power, but were
transformed instead into a laboratory for new forms of living, an informal
economy and autonomous production of common values. At this moment, the size
of the ex-military areas developing independently is ten times bigger than
the ex-military areas officially integrated into the dominant economic regime.
The process of demilitarization in Pula started as a minor issue, but has
subsequently grown into the central process by which the city is transformed.
As in other cities in a similar situation, here too the same question arises:
What knowledge, methods and tools are needed to establish a new practice of
city planning based on new forms of living, and to turn the existing political
diagonal in its own advantage?
The Symposium on Post-Capitalist City is a part of the Multimedia festival
Media Mediterranea.
more information and the detailed programme here postcapitalistcity.blog.hr
general
info on smu-research.net
___
Landesgalerie Linz am Oberösterreichischen Landesmuseum
9. Juli 2009 –
13. September 2009
Jochen Becker / metroZones
VERSORGER MODERNE
Rotes Wien, Neues Frankfurt, Hitlerbauten Linz
ein räumlicher Kommentar innerhalb der Ausstellung
Sabine Bitter / Helmut Weber
RIGHT, TO THE CITY
Roosevelt soll mal gesagt haben: "Never waste a good crisis.’“
Tarek Al-Wazir, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 31.5.09
Als räumlicher Kommentar erkundet Versorger Moderne Fragen von Selbstversorgung
und Informalität, von Wohlfahrt und Nationalstaat, von Überwachung
und Versklavung. In einer “Dachstube der Schmutzigen Wäsche”
hängen hierzu Materialien aus.
Hiermit knüpft Versorger Moderne an Fragen der Ausstellung von Bitter/Weber
an, wie sie ihre Erkundungen zum Staatssozialismus im ehemaligen Jugoslavien,
zur von oben und unten angetriebnen “Bolivarischen Revolution”
in Venezuela oder zu nordamerikanichen Beispielen implodierender Wohlfahrtsmodelle
aufwerfen.
“Erschliessungsschächte” bilden dabei die Arbeiten des Architekturtheoretikers
Michael Zinganel (Wohnungselend in Wien, Gemeinschaftsräume des Roten
Wien), der Künstlerin Ella Bergmann-Michel (vier Kurzfilme zum Neuen
Frankfurt und dessen prekäre Rückseiten) sowie der Landschaftsplanerin
Heidi Schatzl (Wohnnutzungen in den Hitlerbauten Linz, Town Plan 1945).
In der Gegenüberstellung von austromarxistschen, sozialdemokratischen
und nationalsozialistischen Praktiken sollen revolutionäre Konzepte der
Verstaatlichung, von kommunaler Wohlfahrt, dem Autoritarismus des Staates,
den Enteignungen wie auch den Aneignungsprozessen der NutzerInnen zueinander
scharf gestellt werden.
Allen drei Praktiken einer regulierenden Wohlfahrt sind – unter den
Bedingungen der Zwischen/Kriegszeit – Notökonomien eingeschrieben.
“Hütteldörfer”, “Selbstversorger-Höfe”,
“Wohnungen für das Existenzminimum” und “Erwerbslose
kochen für Erwerbslose” spiegeln die Verwerfungen von Weltkriegen,
Weltwirtschaftskrisen und hoher Arbeitslosigkeit wider. Die wohlfahrtsstaatlichen
Modelle suchen Not zu lindern, aber auch die Eigendynamik der wilden Bauten
zu kanalisieren. Sozialstaat und Kontrolle bilden Knoten, Terror und Entrechtung
den Galgen.
Versorger Moderne untersucht scheinbar historische Modelle entlang der Soundtracks
von Hanns Eisler. Und greift Henri Lefebvres Forderung von “Recht auf
Stadt” auf: Als Frage nach der Selbstermächtigung der StädterInnen
jenseits des Staates, als Einforderung bedingungsloser Versorgung mit Gütern
des guten Lebens, als Abweisung neoliberaler Anrufungen (Hilf dir selbst,
denn der Staat wird's nicht mehr besorgen) und zugleich gegen den Autoritarismus
des Nationalstaates (Workfare statt Welfare).
Eröffnung Mittwoch, 8. Juli, 19 Uhr
Ausstellungsdauer 9. Juli 2009 – 13. September 2009
Landesgalerie Linz am Oberösterreichischen Landesmuseum
Museumstrasse 14, A-4010 Linz
t: +43-732-77 44 82-28
f: +43-732-77 44 82-66
galerie@landesmuseum.at
www.landesgalerie.at0
www.lot.at
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Open Call for Proposals: Case Study Berlin
GLOBAL PRAYERS
·
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11.07 · 17.07.2010
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28.4. - 30.5.2010
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Sao Paulo
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