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metroZones.SALOONs

mZ.SALOONS ist eine Reihe unregelmäßig stattfindender Veranstaltungen, Diskussionsrunden und Workshops zu Fragen städtischen Handelns in lokaler und internationaler Perspektive

19. Juli 2010
metroZones.SALOON 5
Young, Gifted and Mostly Black

Fotografien in Südafrika zwischen Post-Apartheid und neuem Rassismus
Ein metroZones.SALOON mit John Fleetwood, Johannesburg, Leiter de " ‚Market Photo Workshop"


25. Mai 2010
metroZones.SALOON 4
Recht auf’s Tempelhofer Feld
im Rahmen von THE KNOT

Recht auf’s Tempelhofer Feld
Ein metroZones.saloon zur Kampagne '1qm Tempelhof für jeden’ >>>

16.Oktober 2009
metroZones.SALOON 3
Lefebvre in Neu-Belgrad

Autogestion / Selbstverwaltung & das Recht auf Stadt

mit Klaus Ronneberger (Frankfurt/M) und Helmut Weber (Wien) >>>

6. Februar 2009
metroZones.SALOON 2
Istanbul gegen die Wand?

Städtische Konflikte, counter spaces, transnationale Netzwerke
Diskussion mit Pelin Tan, Orhan Esen und VertreterInnen des Forums Berlin Istanbul >>>

16. Dezember 2008
metroZones.SALOON 1
All along Tempelhof

Städtische Interventionen zwischen Protest, Bürgerbeteiligung und „kultureller Aktivierung“: Lokale Initiativen zur künftigen Nutzung des Tempelhofer Flughafengeländes >>>

28./29. Juni 2008
metroZones.SALOON 0
Das Politische der Stadt! – The Right to the City?
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metroZones.SALOON 5
metroZones.SALOON 5
Young, Gifted and Mostly Black

Fotografien in Südafrika zwischen Post-Apartheid und neuem Rassismus
Ein metroZones.SALOON mit John Fleetwood, Johannesburg, Leiter de " ‚Market Photo Workshop"

Montag, 19. Juli 2010, 21 Uhr
Gast: Romin Khan, Berlin, Autor des Buchs ‚Südafrika - Nach der Apartheid: Die Grenzen der Befreiung’

Die Fotoschule Market Photo Workshop liegt am Rande der Innenstadt von Johannesburg, wo „Bürohäuser allmählich indischen Läden Platz machen“ (Joyce Ozynski). Hier prügelte das alte Regime vor 20 Jahren noch schwarze Pendler aus den Townships zusammen. Heute beleben Arbeitende, Händler und auch die Studierenden das vormals verlassene Westend neu. In unmittelbarer Nähe befinden sich wichtige Minibus- und Bahnknoten, welche die Metropole mit ihrem (trans)nationalen Umland verknüpft. Der einzigartige Market Photo Workshop wurde vom mehrheitlich noch durch die Apartheid geformten Lehrkörper und aus der engagierten Praxis einer „struggle photography“ gegründet. „Es gibt keinen klar identifizierbaren ‚Feind’ mehr, sondern eine hochkomplexe soziale Realität“, beschreibt Mitbegründer David Goldblatt die Gegenwart. Was bedeutet engagierte Fotografie in der Post-Apartheid? Die nachgeborenen Studierenden – jährlich 150 bis 200 – kennen das alte Regime kaum mehr aus eigener Anschauung. Plötzlich kommen Provinz, ethnische Fragen, Gendertroubles, das Leben der Muslime oder auch schnöder Alltag ins Spiel. Viele Studierende entspringen einer schwarzen Mehrheitsgesellschaft. Dies spiegelt sich in Perspektiven, Sujets und Kontextualisierungen der Projekte wider. Die Studierenden sind zuerst Lernende, bald verantwortliche Organisatoren und später auch Weiterbildende. Sie „lernen, ihre Herangehensweise an ein Thema auszuhandeln, Sensibilität für Repräsentationspolitik zu entwickeln sowie mit Zeit und Logistik umzugehen. Der Umgang mit Würde und Respektist ein inhärenter Bestandteil solcher Projekte“ (John Fleetwood). Exemplarisch für die fotografische Rechercheabeit des Market Photo Workshop ist das Projekt ‚Back and Forth’. Informeller Handel ist insbesondere für Frauen aus dem hoch-inflationären Zimbabwe überlebensnotwendig. Und so folgten sechs Foto-Studierende, vier aus den jeweiligen Ländern hinzugezogene Berufsfotografen und das beratende Team den hochmobilen und unter Zeitdruck stehenden HändlerInnen. Ihr über sieben Monate erstreckendes Projekt sucht die Perspektive der Akteure. Fotos wurden oftmals aus der Hocke oder durchs Fenster eines fahrenden Busses gemacht. Wir haben John Fleetwood und Romin Khan eingeladen, um über ihre Arbeit zu innerafrikanischer Migration und neuem Rassismus im südlichen Afrika und der Megastadt Johannesburg zu sprechen.

metroZones.SALOON 4
Recht auf’s Tempelhofer Feld
im Rahmen von THE KNOT


Recht auf’s Tempelhofer Feld
Ein metroZones.saloon zur Kampagne '1qm Tempelhof für jeden’

Dienstag, 25.5.2010, 20.00 Uhr
Ort: Flughafen Tempelhof - Eingang Columbiadamm

Der stillgelegte Flugplatz auf dem Tempelhofer Feld misst 3,4 Millionen Quadratmeter. Somit steht für alle BerlinerInnen ein Quadratmeter Tempelhof zur Verfügung – so eine Idee in der taz vom Oktober 2009. Wer verbündet sich mit wem, um großflächige Planungen anzustreben? Wer bleibt lieber insulär? Und wie könnte das 'Recht auf’s Tempelhofer Feld’ ausgehandelt werden?

„ Für einen Fußballplatz etwa bräuchte man rund 7.500 Quadratmeter - also die Unterstützung von 7.500 Berlinern. Falls die aktuell räumungsbedrohte Wagenburg 'Schwarzer Kanal’ dort ein neues Plätzchen wollte, müsste sie das Plazet von rund 3.000 Berlinern erhalten. Ein Park von der Größe der Hasenheide würde 470.000 Parzellengeber benötigen. Auch der Senat könnte mit seinen Ideen in den Wettbewerb treten. Für das als 'Adresse für innovaties Wohnen’ vorgeschlagene 'Columbia-Quartier’ am Nordrand des Areals müsste er 105.800 Berliner begeistern. (...) Theoretisch könnte diese Form der Bürgerbeteiligung auch dazu führen, dass aus der Brache wieder ein Flugfeld wird.“

metroZones wird mit Gereon Asmuth (taz-Berlin) und weiteren Akteuren rund um das Tempelhofer Feld über den radikaldemokratischen Ansatz „1 qm Tempelhof für jeden“ und weitere Möglichkeiten der Aneingung diskutieren.




metroZones.SALOON 3
Lefebvre in Neu-Belgrad
Autogestion / Selbstverwaltung & das Recht auf Stadt

mit Klaus Ronneberger (Stadtkritiker, Frankfurt/M) und Kommentaren von Helmut Weber (Künstler, Wien), Manuela Bojadžijev (Ultra-Red, Berlin), Jochen Becker (mZ, Berlin)

16.Oktober um 20 Uhr 30
Buchhandlung Pro qm
Almstadtstr. 48 - 50

10119 Berlin



„Sie kennen mich doch: Unter Innovationen mache ich es nicht. Aber im Ernst: Die IG Metall verfolgt da keine übergeordnete, generelle Linie. Wir reagieren auf die Krise. Was in den Unternehmen passiert, ist nicht geboren als theoretisch-ideologisches Konstrukt, es geht nicht um ein neues jugoslawisches Modell von Mitarbeiterkapitalisten oder irgendeinen neuen dritten Weg. Das Scheitern all dieser Modelle habe ich ausgiebig studiert.“ IG-Metall-Chef Berthold Huber im Gespräch mit der FAZ, 23.8.2009

1986 nahm der französiche Stadt-Theoretiker Henri Lefebvre gemeinsam mit den Architekten Serge Renaudie und Pierre Guilbaud an einem internationalen Wettbewerb zur Neudefinition urbaner Strukturen in Neu-Belgrad teil. Ihre städtebaulichen Vision für die 1948 gegründete Hauptstadt der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien betont die Prozesse und Potentiale der Selbstorganisation, um gescheiterten Konzepten der von oben verordneten Stadtplanung entgegen zu wirken. Für Lefebvre hatten zu diesem Zeitpunkt sowohl die Versprechen der kapitalistischen wie auch der staatssozialistische Moderne versagt. In Bezug auf die “Revolution der Städte” nahm das blockfreie Jugoslawien jedoch eine besondere Stellung ein.

Mit zwei aktuellen Publikationen ‘Autogestion, or Henri Lefebvre in New Belgrade’ sowie ‘Right, to the City’ erkunden die KünstlerInnen Sabine Bitter und Helmut Weber (Vancouver/Wien) zentrale Theoreme von Lefebvre, nämlich "autogestion" und das "Recht auf Stadt". Eine Veränderung des alltäglichen Lebens müsse laut Lefebvre durch den Eingriff aller Betroffenen geschehen und nicht nach den Normen der Repräsentativ-Demokratie. „Auf dieser Ebene hat die Assoziation der Interessen und der Interessierten ihren Namen. Sie heißt Selbstverwaltung“ (Lefebvre 1967). Für ihn umfasst der Begriff der Produktion auch die Produktion der gesellschaftlich-sozialen Beziehungen und „im weitesten Sinne, die Reproduktion“ (Lefebvre 1968).

Der Frankfurter Stadtsoziologe und kritische Urbanist Klaus Ronneberger kontextualisiert in seinem Buchbeitrag Lefebvres Theorie einerseits historisch (Jugoslawiens dritter Weg, Praxis-Gruppe, Situationisten und 1968 in Paris, Neue Linke, Euro-Kommunismus) und verlängert dies hin zu aktuellen Debatten. Denn wie weit ist das Konzept der (Arbeiter-)Selbstverwaltung in Zeiten neoliberalem Selbst-Management oder gewerkschaftlicher Forderungen nach Aktienanteilen an ‚ihren’ Unternehmen als Gegenleistung für Lohnverzicht noch tragfähig? An wen adressiert sich die Forderung eines Rechts auf Stadt in Zeiten autoritärer Staaten? Und ist der jugoslawische Selbstverwaltungssozialismus bis heute in Belgrads umkämpften Räumen virulent? (Siehe hierzu auch das Projekt Blok70 von Ultra-Red)

Sabine Bitter & Helmut Weber: Autogestion, or Henri Lefebvre in New Belgrade
With contributions by Sabine Bitter & Helmut Weber, Ljiljana Blagojevic, Zoran Eric, Klaus Ronnberger, and Neil Smith. Sternberg Press, Berlin & Fillip, Vancouver | 2009

Sabine Bitter / Helmut Weber: Right, to the City
With a commentary by Jochen Becker and contributions by Reinhard Braun, Clint Burnham, Jeff Derksen, Martin Hochleitner, Candice Hopkins, Cecily Nicholson, Heidi Schatzl, Michael Zinganel. Edition Fotohof, Salzburg | 2009


metroZones.SALOON 2

Istanbul gegen die Wand?

Städtische Konflikte, counter spaces, transnationale Netzwerke
Diskussion mit Pelin Tan, Orhan Esen und VertreterInnen des Forums Berlin Istanbul

Freitag, 6. Februar 2009 // 20 Uhr im Ballhaus Naunynstraße

Im Frühjahr 2008 gingen Nachrichten über Zwangsräumungen und den Abriss des Istanbuler Stadtteils Sulukule durch die internationalen Medien. Heute ist ein Großteil des historischen Roma-Viertels – trotz breiten Widerstands und weltweiter Proteste – zerstört. Die bestehenden Pläne für Parkplätze, Shopping Malls und Luxuswohnungen im „osmanischen Stil“ scheinen endgültig realisiert zu werden. Sulukule ist in Istanbul nur eines von vielen Beispielen für aktuelle (neoliberale) Umstrukturierungsprozesse. Diese treffen sowohl innerstädtische Quartiere als auch Gecekondu-Viertel, die ursprünglich an der städtischen Peripherie im Selbstbau entstanden sind. Auch in Tarlabasi, einem Migrantenviertel in unmittelbarer Nähe des kosmopolitanen Vergnügungsviertel rund um den Taksimplatz, drohen Gentrifizierungsprozesse und massive Mieterhöhungen einkommensschwache Bevölkerungsgruppen zu vertreiben.

Auch wenn die Situation in Istanbul durch spezifische Bedingungen geprägt ist – großmaßstäbliche Masterpläne für die Metropole, neue Stadtentwicklungsgesetze sowie besondere lokale Akteurskonstellationen – , erscheint es sinnvoll, nach Parallelen zu Auseinandersetzungen um aktuelle Verdrängungs- und Aufwertungsstrategien in Berlin zu fragen.

Wir möchten in der Veranstaltung metroZones.SALOON 2 über aktuelle urbane Konflikte in Istanbul, über Erfahrungen des (lokalen) Widerstandes und die Möglichkeiten auch transnationaler Unterstützungsnetzwerke diskutieren.

Welche Formen der kritischen Intervention gibt es bzw. hat es in Istanbul gegen städtische Umstrukturierungspläne gegeben? Welches sind zentrale Handelnde und Bündnisse? Wie werden hierbei die unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse der Istanbuler Bevölkerung repräsentiert? Was sind urbane counter spaces, und welche Bedeutung haben sie über die lokalen Konflikte hinaus? Welche Öffentlichkeiten werden angesprochen und hergestellt? Welche Formen, Ziele und Foren der transnationalen Vernetzung sind vorstellbar?

metroZones diskutieren mit: Pelin Tan. Soziologin, Vertreterin des Netzwerkes „Sulukule Platform“ (Istanbul), Gastprofessorin Akademie der bildenden Künste Nürnberg und Autorin zahlreicher Beiträge zum Verhältnis von Raum, Stadtpolitik und Kunstpraktiken & Orhan Esen. Historiker, Autor und Stadtführer (Istanbul), u.a. Mitherausgeber des Buches Self Service City: Istanbul & VertreterInnen des Forums Berlin Istanbul

Ort: Ballhaus Naunynstraße, Naunynstr. 27, 10997 Berlin-Kreuzberg, U1 u. U8 Kottbusser Tor

Istanbul gegen die Wand? ist eine gemeinsame Veranstaltung von metroZones und dem Ballhaus Naunynstrasse www.ballhausnaunynstrasse.de



metroZones.SALOON 1
All along Tempelhof

Städtische Interventionen zwischen Protest, Bürgerbeteiligung und „kultureller Aktivierung“: Lokale Initiativen zur künftigen Nutzung des Tempelhofer Flughafengeländes

Mit VertreterInnen von raumlabor-berlin, der Bürgerinitiative für die Nachnutzung des Flughafens Tempelhof (NANU THF) und der Initiative “Tempelhof für Alle”

Am 31. Oktober wurde der Flugbetrieb in Tempelhof nach dem im April erfolgreich gescheitertem Volksentscheid endgültig eingestellt. Die Schließung ist zugleich eine Öffnung: Berlin gewinnt damit im Zentrum der Stadt eine riesige Freifläche von 386 ha, die 500 Fußballfeldern entspricht und nach neuen Nutzungskonzeptionen verlangt. Ein wesentliches Versprechen des Senats in der Auseinandersetzung um die Schließung des Flughafens war die Ankündigung, dass mit Ende des Flugbetriebs der Berliner Bevölkerung, vor allem aber den AnwohnerInnen der angrenzenden Quartiere, eine große Grün-, Frei- und Sportfläche zur Verfügung gestellt wird. Nach einer ersten Phase der „Bürgerbeteiligung“, Fachforen und Studien laufen zurzeit diverse städtebauliche und landschaftsplanerische Wettbewerbe und Interessenbekundungsverfahren, die sich vor allem an potentielle kommerzielle Investoren richten. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung kündigte an, das Tempelhofer Feld und die umliegenden Stadtviertel im Rahmen einer Internationalen Bauausstellung (IBA) und einer Internationalen Gartenausstellung (IGA) entwickeln lassen zu wollen.
Wir möchten am Beispiel der aktuellen Auseinandersetzungen um den Flughafen Tempelhof mit VertreterInnen lokaler Initiativen eine Diskussion zu unterschiedlichen Strategien und Ansätzen politischer/städtischer Intervention eröffnen. Eine Grundannahme ist, dass es kaum Orte und Gelegenheiten gibt, wo es zu einem Austausch und einer kritischen Reflektion dieser oftmals einfach nebeneinander existierenden Aktivitäten und Handlungsperspektiven kommt.
Was können im Rahmen der aktuellen Planungen für die Nachnutzung des Tempelhofer Flughafengeländes und unserer Einschätzungen zur Berliner Stadtentwicklung sinnvolle (linke) städtische Interventionen sein? Wer sind die Adressaten bzw. die Interessen, die mit ihnen vertreten werden? Wie halten wir es mit Konzepten wie „lokaler Demokratie“, „zukunftsfähige Stadt“ oder „Allgemeinwohl der Bevölkerung“? Bleibt als kleinster gemeinsamer Nenner linker städtischer Politik nur noch die Forderung nach mehr „Grün- und Freiflächen“?
Dienstag 16. Dezember 2008 // 20 Uhr im Theater-Café Sowieso, Weisestr. 24, 12049 Berlin-Neukölln
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metroZones.SALOON 0
Das Politische der Stadt! – The Right to the City?

28. und 29. Juni 2008, Berlin

Die Krise politischer Repräsentation sowie radikale ökonomische Transformationen befördern derzeit vielerorts neue Formen städtischer Praxis, urbaner Mobilisierung und Organisierung sowie kultureller Widerständigkeit. Unter dem Schlagwort >The Right to the City< formieren sich seit einigen Jahren in verschiedenen Ländern soziale Bewegungen, bei denen entweder das Recht auf Wohnraum, der Zugang zu Bildungsinstitutionen und anderen städtischen Einrichtungen, die Präsenz in der Öffentlichkeit oder die zunehmende Verdrängung von einkommensschwachen Bewohnergruppen aus den Zentren der Metropolen Gegenstand der Auseinander setzungen sind. Auch bei uns ist die Debatte um das Recht auf Stadt inzwischen mit einiger Verspätung angekommen, und stellt nicht nur die Frage, wie urbane Interventionen und Strategien der Raumaneignung und -produktion, welche sich gegen herrschaftliche Definitionen des Städtischen richten, heute aussehen [könnten], sondern auch nach dem, was wir selbst als das „Politische“ in der Stadt begreifen.

metroZones e.V. * lädt hiermit zu einer Veranstaltung und zu einem Workshop am 28. und 29. Juni in Berlin ein um diese Fragen zu diskutieren. metroZones hat sich als unabhängiger Verein mit dem Ziel gegründet, an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Politik unterschiedliche Ansätze von Forschung, Wissensproduktion, kulturellen Praxen und politischen Interventionen/Bewegungen zusammenzubringen und zu thematisieren. Dabei setzen wir auf internationale, interdisziplinäre und institutionelle Kooperationen.

Öffentliche Veranstaltung am Samstag 28. Juni 2008 20.30 Uhr bei Pro qm, Almstadtstr. 48-5

u.a. Kurzbeiträge von Marcelo Lopes de Souza (Rio de Janeiro) und Stephan Lanz (Frankfurt/ Oder u. Berlin) zu Stadtteil- und Favela-Bewegungen in Brasilien; Kathrin Wildner (Hamburg u. Frankfurt/Oder) und Anne Huffschmid (Berlin u. Mexiko Stadt) zu politischen Aneigungen von/in Mexiko Stadt; Britta Grell (Berlin) und Gerda Heck (Köln) zu >The Right to the City Alliance< in den USA; Ellen Bareis (Frankfurt/Main) , James Redfield (Hanover, USA und Berlin) und Erwin Riedmann (Berlin) zu Schulkonflikten in den französischen Banlieues und Berliner Armutsquartieren.

Workshop Sonntag, 29. Juni 2008, 12.oo-17.oo Uhrin der Prinzenallee 58, Berlin-Wedding

Der Workshop findet im Anschluss an die Veranstaltung am Samstag statt und will in einer kleineren Runde einige der angesprochenen Themen genauer diskutieren.

Teil 1
Inputs der Veranstalter und Teilnehmer zur Bedeutung des Bezugsrahmens „Right to the City“ für aktuelle städtische Konflikte, Praxen und Auseinandersetzungen.

Teil 2
Bestandsaufnahme und Fragen nach Trägern, Strategien und Zielen von neuen Formen der Organisierung, des kollektiven Widerstandes und städtischen Handelns in globaler Perspektive, basierend auf Erfahrungen aus unterschiedlichen städtischen Kontexten und
Arbeitsbereichen (Kunst/Kultur, politische Organisierung, soziale Arbeit, Alltagspraxis etc.).

Teil 3
„Recht auf die Stadt“? Diskussion um die Möglichkeiten der Kooperation und Notwendigkeiten von neuen Formen der Intervention im lokalen und internationalen Rahmen.

Im Workshop sollen folgende Fragen im Zentrum stehen:
- >The Right to the City< in Theorie und Praxis: Grundlage und Synthese für neue Formen der kollektiven Aneignung und Organisierung?
- Urbane Praktiken und Konflikte an verschiedenen Orten – Querkopplungen und Vergleichbarkeit?
- Verhältnis von kritischer Forschung, kulturellen und sozialen Initiativen und politischer Intervention?

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