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Sandra Schäfer
stagings
Kabul, Film & Production of Representation
metroZones/media 2, b_books Berlin, 2009 / ISBN 978-3-933557-99-5

With stagings. Kabul, Film & Production of Representation, the artist, filmmaker and author Sandra Schäfer raises the questions of media and political images of “Afghanistan” in multiple ways. The city of Kabul and the cinema create stages for the counter-production of representation, for new definitions and reinterpretations of gender roles and power relations.

stagings addresses urban issues “beyond the civitas” but also keeps an eye on cultural
production, image politics and media strategies. The book presents photographs, film stills and documents from the past forty years. The highlighted films, international exhibitions and festivals predominantly explore the resistive role of gender politics in Afghanistan, with a secondary aim of undermining the instrumentalization of the “women’s question” for interventionist-political purposes.

A rich range of topics is spanned, from a staged demonstration re-enacting historical protests of women against the Taliban regime to real protests against the new Afghan family law. In interviews, Kabul filmmaker and women rights activist Diana Saqeb, award winning filmmaker Siddiq Barmak and Afghan-Canadian journalist and filmmaker Nelofer Pazira reflect on gender issues and their work. Film critic Madeleine Bernstorff examines the film Passing the Rainbow by Sandra Schäfer and Elfe Brandenburger. Portraits of actresses Aiqela Rezaie (Five in the Afternoon by Samira Makhmalbaf) and Hamida Refah (Kite Runner by Marc Foster) and the martial arts film director Saba Sahar give a closer insight to the recent film landscape of Kabul.



Stephan Lanz, Gese Dorner, Katharina Gaber, Nele Harlan, Nadine Jäger, Sigurd Jennerjahn, Birke Otto, Swantje Plähn
Funk the City
Sounds und städtisches Handeln aus den Peripherien von Rio de Janeiro und Berlin
metroZones 9 / b_books 2008 / ISBN 978-3-933557-91-9

Funk the City beleuchtet die Beziehung zwischen dem urbanen Alltag der beiden Metropolen Rio de Janeiro und Berlin und den musikalischen Subkulturen Hip-Hop und Baile Funk, die von der bürgerlichen ›Mitte‹ mit Ghetto, Gewalt und Marginalität in Verbindung gebracht werden. Lassen sich in diesen Kulturpraxen aus den urbanen Peripherien Ansatzpunkte für eine ›Politik nach der Politik‹ finden? Offenbart sich ihnen ein widerständiges ›städtisches Handeln‹, mit dem Bewohnern von stigmatisierten Favelas und Einwanderervierteln auf der Ebene der Zeichen und Symbole gegen ihre gesellschaftliche Marginalisierung ankämpfen? Schaffen sie vielmehr als ›exotische‹ Musikstile und Lifestyles einen ökonomischen Mehrwert, den die globalisierten Kulturindustrien abschöpfen? Oder sind sie gar für den Staat instrumentalisierbar, um die Armen durch einen Zugriff auf ihre Kulturpraxen und Communities zu regieren? Funk the City basiert auf mehrjährigen Recherchen und zahlreichen Interviews mit Aktivisten aus den jeweiligen Szenen und versammelt Analysen, Essays, Gespräche, Bilder und Lyrics über die Sounds und das städtische Handeln aus den Peripherien von Rio de Janeiro und Berlin.



Anne Becke, Olga Burkert, Anne Doose, Alexander Jachnow, Marianna Poppitz
Verhandlungssache Mexiko Stadt
Umkämpfte Räume, Stadtaneignung, imaginarios urbanos
metroZones 8 /b_books 2008 / ISBN 978-3-933557-89-6

Verhandlungssache Mexiko Stadt zeigt die mexikanische Metropole jenseits der Megacity-Superlative. Der Sammelband richtet den Blick auf den städtischen Alltag in dieser Metropole mit ihren 20 Millionen EinwohnerInnen.
Globale und lokale Restrukturierungsprozesse verändern derzeit das räumliche und soziale Gefüge von Mexiko Stadt: Orte, Nutzungsweisen und Aneignungsformen wandeln sich. Die wichtigste Triebkraft dieser Entwicklungen ist eine der Stadt eigene politische Kultur des informellen Aushandelns. Entgegen der normativ aufgeladenen Perspektive auf die Megastadt als „Schreckbild oder Chance“ versucht das Buch, Facetten des täglichen Lebens und Wandels zu beschreiben und zu analysieren.

Gesellschaftliche Konflikte und räumlicher Wandel zeigen sich am deutlichsten im Zentrum und an den Peripherien der Stadt. Diesen Orten widmet sich die Publikation aus unterschiedlichen Blickwinkeln, um urbane Wirklichkeiten und Vorstellungswelten der Metropole differenziert porträtieren zu können. Wissenschaftliche Analysen stehen hier neben journalistischen und literarischen Texten, (foto-)grafische Annäherungen werden mit stadtplanerischen, politik-, sozial- und kulturwissenschaftlichen Perspektiven kombiniert.

Mit dem Fokus auf städtischen Alltag und der Überwindung dichotomer Betrachtungsweisen auf Nord und Süd, Globales und Lokales ergänzen sich Verhandlungssache Mexiko Stadt und das in Kürze erscheinende Funk the City. Sounds und städtisches Handeln aus den Peripherien von Rio de Janeiro und Berlin mit den bisherigen Publikationen der metroZones Reihe.



Axel Doßmann, Jan Wenzel, Kai Wenzel
Architektur auf Zeit
Baracken, Pavillons, Container
metroZones 7 / b_books 2006 / ISBN 3-933557-66-6

Mit einem Beitrag von Tom Holert und Mark Terkessidis
Fotografien von Karl Heinz Mai, Betty Pabst u.a.

Mobile Wohnformen, ephemere Bauten, performative Architektur sind Schlagworte, die derzeit in aller Munde sind. Sie stehen für den Wunsch nach Freiheit, Unabhängigkeit, Flexibilität sowie für die Suche nach Architekturkonzepten, durch die der umbaute Raum ebenso beweglich wird wie Menschen, Waren und Finanzen.

Symptomatisch für den gegenwärtigen Hype um das Temporäre und Provisorische ist, dass die historischen Dimensionen von ›Architektur auf Zeit‹ selten reflektiert werden. An diesem blinden Fleck setzen die Forschungen in Architektur auf Zeit. Baracken, Pavillons, Container an. Am Beispiel Leipzigs wird erstmals die facettenreiche Planungs- und Nutzungsgeschichte provisorischer und temporärer Architekturen in einer Großstadt beschrieben und mit vielen Bildern dargestellt.

In Architektur auf Zeit wird durch Fotoessays ein Cluster unterschiedlicher architektonischer Konzepte und Gebrauchsweisen des temporären Bauens sichtbar gemacht. Dabei spielen provisorische Architekturen zur Unterbringung von Menschen ebenso eine Rolle wie Bauten, die der politischen Repräsentation dienen oder die im unternehmerischen Interesse den öffentlichen Raum besetzen. Übergreifende Essays systematisieren die einzelnen Beobachtungen und legen mit Exkursen zur Geschichte von Baracken und Wohncontainern, zu Lagern in der Stadt und zu temporären Absperrungen Pfade für weitere Forschungen, die auch den regionalen und internationalen Vergleich ermöglichen. Architektur auf Zeit fixiert ein flüchtiges Phänomen im Feld von Disziplinierung, unternehmerischem Denken und Biopolitik.

Aus dem Inhalt:
Schneller sein – Architektur auf Zeit / Container / Containerlager für Asylbewerber – Fotografien von Betty Pabst / Erstarrte Mobilität – Ein Gespräch mit Tom Holert und Mark Terkessidis / Politische Repräsentation / Fürsorge / Baracken als Regierungstechnik/ Lager im Stadtraum / Wiederaufbau – Fotografien von Karl Heinz Mai / Messe / Geschäftssinn / Raumerweiterungshalle/ Straßenabsperrungen



Sandra Schäfer, Jochen Becker, Madeleine Bernstorff (HG.)
Kabul / Teheran 1979 ff
Filmlandschaften, Städte unter Stress und Migration
metroZones 6 / b_books 2006 /ISBN 3-933557-55-0

1979: Im Iran wird der Schah gestürzt, die islamische Republik entsteht; parallel eskaliert mit dem sowjetischen Einmarsch der Bürgerkrieg in Afghanistan. Bilder über Afghanistan waren seither zumeist Bilder der Zerstörung.

Diesen Außenansichten setzt ›Kabul/ Teheran 1979 ff‹ Perspektiven aus Kabul entgegen. Nachrevolutionäre Filme aus dem Iran gewinnen Preise auf internationalen Festivals; zugleich steht Kino im Iran selbst für Modernität. Die iranische Filmszene unterstützt und beeinflusst die wieder entstehende afghanische Filmproduktion. Auch die vielen afghanischen Flüchtlinge, die im Iran leben, verbinden beide Länder. So wurde der Bauboom in der Megastadt Teheran maßgeblich von AfghanInnen bewerkstelligt.

›Kabul/Teheran 1979 ff‹ zeigt Geschichte(n), erzählt von iranischen und afghanischen FilmemacherInnen von 1979 bis heute, versammelt Beiträge vom Alltag der beiden Millionenstädte und aus den Flüchtlingslagern im Grenzgebiet der benachbarten Länder.
Inhaltsverzeichnis (PDF, 124 KB)



Stephan Lanz (HG.)
City of Coop
Ersatzökonomien und städtische Bewegungen in Rio de Janero und Buenos Aires
metroZones 5 / b_books ISBN 3-933557-54-2

Die Favelas in Rio de Janeiro wurden nie legalisiert, vom Staat immer wieder zerstört und durch einen »Mythos der Marginalität« stigmatisiert. Zugleich prägt ihre aus der Not geborene sozio-ökonomische und politische Selbstorganisation seit einem Jahrhundert die urbane Gesellschaft. In Buenos Aires hingegen zwingen erstmals die durch einen radikalen Neoliberalismus zerstörten sozialstaatlichen Funktionen verarmte Bevölkerungsgruppen dazu, alternative und informelle Formen des Produzierens sowie des politischen Widerstandes neu zu erfinden. Heute existiert in beiden Städten ein dichtes Netz an neuen sozialen Akteuren, die in ihren Stadtteilen Kulturproduktion und Sozialarbeit mit einer politischen Agenda der Bürgerrechte, sozialen Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Repräsentation der Marginalisierten verbinden.

Solche widerständigen Alltagspraktiken in den metropolitanen Räumen des Globus thematisiert die metroZones-Reihe des ErsatzStadt-Projektes vorrangig. Fragten die ersten beiden Bände ›Space//Troubles‹ (Hg. Jochen Becker / Stephan Lanz) und ›Learning from *‹ danach, wie Städte im Zuge im Schatten liegender Globalisierungsprozesse produziert und regiert werden, thematisieren die folgenden eher deren selbstorganisierte Aneignung: in ›Hier Entsteht‹ (Hg. Jesko Fezer / Mathias Heyden) durch partizipative Bau- und Planungsprozesse, in ›Self Service City: Istanbul‹ (Hg. Orhan Esen / Stephan Lanz, 2004) durch informelle Stadtentwicklung von Zuwanderern und nun in ›City of COOP‹ durch städtische Bewegungen und autonome Ökonomien. Das Buch versammelt Analysen, Reportagen, Berichte und Bilder aus städtischen Projekten und Bewegungen in Rio de Janeiro und Buenos Aires.

Inhalt: Stephan Lanz: Kapillaren der Emanzipation. Ersatzökonomien und städtische Bewegungen in Rio de Janeiro und BuenosAires // Marcelo Lopes de Souza: Sozialräumliche Dynamik in brasilianischen Städten unter dem Einfluss des Drogenhandels. Anmerkungen zum Fall Rio de Janeiro // Stephan Lanz: Wie die Favela siegte. Eine kleine politische Geschichte der Favelas in Rio de Janeiro // Paola Berenstein Jacques: Eine Ästhetik mit Hüftschwung. Von den Favelas lernen // Ivana Bentes: Das Copyright des Elends und das Bild als Kapital // Stephan Lanz: Die Explosion einer Bombe. ›City of God‹ versus Cidade de Deus // Jose Junior: Das Leben verändern. Vigário Geral und die Geschichte von ›Afro Reggae‹ // Marcel Vejmelka: Die ›Grupo Cultural Afro Reggae‹. Kreativer Aktivismus in den Favelas // Isabel Martins: »Um 20 Uhr leidet in den Telenovelas keiner Hunger.« Das Netzwerk CCAP in Manguinhos // Dietmar Starke: Die urbane Zelle // Jochen Becker: »Aus jedem Parterre wird eine Werkstatt.« Über die Kooperativen ›Coopa-Roca‹ in Rio de Janeiro und ›Nuevo Rumbo‹ in Buenos Aires // Márcio de Souza, Ximena Tordini: Schalte das Radio aus und mache Dein eigenes ... ›AtreVer‹ und ›La Tribu‹: zwei gemeinschaftliche Medien zwischen Aneignung und Gegenöffentlichkeit // La Tribu: Buenos Aires. Ein Stadtplan städtischer Bewegungen // Stefan Thimmel: Villas Miserias in Buenos Aires. Eine Notstandssituation als Dauerzustand – Armutsinseln in der Mega City // Max Welch Guerra: Buenos Aires – die »Deeuropäisierung« der Stadt und ihre politische Dimension // Myriam Pelazas: Verwandlungen der »Königin des Plata«. Aktuelle Formen von Kampf und Demokratie in Buenos Aires // Pepe Córdoba, Alejandra López: Eine neue Richtung. Die Cartonero-Kooperative ›Nuevo Rumbo‹ // Graciela Draguricevich: Losungen für den Alltag. Das Projekt ›Mutual Sentimiento‹ // Andrés Di Tella: Buenos Aires Krisentango. Dokumentarfilme über Buenos Aires in Folge des Dezember 2001 //



Orhan Esen/ Stephan Lanz (Hg.)
Self Service City: Istanbul
metroZones 4 / b_books 2004 / ISBN 3-933557-52-6

"Self Service City: Istanbul" thematisiert aus unterschiedlichen Blickwinkeln die faktische Neugründung der 2700 Jahre alten ›Megapolis‹: Seit 1950 ist Istanbul von einer Million Einwohner durch Zuwanderung auf über zehn Millionen angewachsen. Auf besetztem Land errichteten die ländlichen Arbeitsmigranten zunächst in Selbsthilfe ihre Gecekondus. Innerhalb eines halben Jahrhunderts entwickelten sich diese informellen »Ersatzstädte« städtebaulich, kulturell und politisch zu einer der bedeutendsten Komponenten der »selbstgemachten« Metropole. Eine Entwicklung, die von bürgerlichen Urbanitätsdiskursen oftmals nur als zerstörerische Invasion des bestehenden Istanbuls wahrgenommen wurde.

In den Neunzigerjahren hat sich die Zuwanderung in die Bosporus-Metropole internationalisiert. Heute ist Istanbul wieder jene kosmopolitische Weltstadt, die sie die längste Zeit ihrer Geschichte gewesen war. Ein zweiter Fokus von "Self Service City: Istanbul" liegt daher auf dem städtischen Handeln von Flüchtlingen und Migranten aus Osteuropa sowie zunehmend aus Asien und Afrika. Historische Stadtteile verwandeln sich dabei in Praxislaboratorien eines transkulturellen Zusammenlebens. Es handelt sich gerade um die Orte, die in offiziellen Urbanitätsdiskursen aus Trauer über eine vorgeblich verlorene bürgerliche Kosmopolizität nostalgisch verschleiert werden, womit der Blick auf selbst organisierte Produktionsweisen von Stadt erneut verstellt wird.

"Self Service City: Istanbul" versammelt Analysen, Essays, Reportagen, Interviews und Bilder – nicht zuletzt um auch einen Blick auf westeuropäische Metropolen zu werfen, in denen eigenständige Aneignungen städtischer Räume auf ähnliche Weise aus den herrschenden Bildern einer urbanen Civitas ausgegrenzt sind. In einer solchen Perspektive des jeweiligen »Lernens von ...« ergänzen sich die beiden kurz nacheinander erschienenen Bücher "City of COOP. Ersatzökonomien und städtische Bewegungen in Rio de Janeiro und Buenos Aires" (Hg. Stephan Lanz) und "Self Service City: Istanbul" mit den bisherigen Bänden der metroZones-Reihe.

Mit Beiträgen von: Von Sengül, H Tark / Bilgin, Ihsan / Sönmez, Mustafa / Soykan, Timur / Yegenoglu, Hüsnü / Erkarslan, Önder / Projesi, Oda / Özüekren, Sule / Ak, Behic / Erder, Sema / Tan, Pelin / Yaghamanian, Behzad / Ersen, Esra / Enhos, Deniz / Idemen, Siren / Danis, Didem / Kayaalp, Ebru / Laciner, Ömer / Gümüs, Korhan / Köksal, Sirma / Mert, Nuray / Tugal, Cihan / Isik, Oguz / Pnarcoglu, Melih / Nuhoglu, Sahan / Üstündag, Nazan / Gürbilek, Nurdan / Öncü, Ayse



Jesko Fezer / Mathias Heyden (HG.)
HIER ENTSTEHT
Strategien partizipativer Architektur und räumlicher Aneignung
metroZones 3 / b_books 2004 / ISBN 3-933557-53-4

Weltweit entstehen Metropolen jenseits von Planbarkeit und Kontrolle und stellen so die regulierte Form der ›Europäischen Stadt‹ sowie die Effektivität herkömmlicher Planungsinstrumente in Frage. Die an Wohlfahrtsstaatlichkeit gekoppelten sozialen und gesellschaftspolitischen Anliegen architektonischer Gestaltung sind in diesem Kontext neu zu formulieren. Vor allem die vielfältigen Strategien von Selbstorganisation und partizipativer Architektur können auf externe Dynamiken reagieren und mit der Unvorhersehbarkeit urbaner Prozesse umgehen. Gleichzeitig ermöglichen sie es, die soziale Funktion von Raum und die gesellschaftliche Bedeutung von Architektur einzubeziehen. Eine erweiterte Mitbestimmung könnte so die Gestaltung des gebauten Raumes demokratisieren und neue Bezüge zur widersprüchlichen Alltagswirklichkeit unserer Städte herstellen.

HIER ENTSTEHT präsentiert Theorien und Bauten der Selbstermächtigung und NutzerInnenbeteiligung. Anhand von Interviews, kommentierenden Materialien und einer Übersicht partizipativer Architektur der Sechziger- bis Achtzigerjahre zeigt das Buch Perspektiven für eine andere Planung und Praxis auf. Der Blick richtet sich auf informelle Siedlungsformen in den Metropolen des Südens, zurück in die politisch-architektonische Geschichte selbstbestimmten Wohnens und auf aktuelle Praktiken sich Raum anzueignen. Zudem werden computergestützte Gestaltungs- und Produktionstechniken auf ihr Potential befragt, neue Partizipationsformen an Architektur und Planung zu erschließen.

Dem Buch liegt eine CD-ROM mit Tonspuren, Videos und Bildmaterial von ›Hier entsteht. Bauexperiment, Ausstellung und Veranstaltungsreihe‹ in, um und auf dem Pavillon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin 2003 bei.

Inhalt: metroZones in Ersatz. StadtHütteldorf am Rosa-Luxemburg-Platz. Vorwort // Jesko Fezer / Mathias Heyden. Hier entsteht. Strategien partizipativer Architektur und räumlicher Aneignung // Eckhart Ribbeck. Informelles Bauen in Mexiko-Stadt // Klaus Overmeyer (studio urban catalyst). Mit Zwischennutzungen Stadt entwickeln // Wolfgang Kil. Transport von Heimat // Yvonne P. Doderer. Die ungelesene Seite von Planung // Christoph Schmidt, Christoph Heinemann (ifau). Kooperieren ohne Regeln // Markus Bader, Benjamin Förster-Baldenius (Raumlabor_berlin) // John Palmesino (Multiplicity). Die Vielzahl lokaler Akteure // Nicolaas John Habraken. Die Umsetzung einer einfachen Idee // Herwig Loeper. Industrieller Wohnungsbau für die Zukunft von gestern // Udo Kraft. Das mitwachsende Haus // Oliver Fritz. Flüssige Architektur, Entwurfsgarten und regelmäßige Ausnahmen // Yona Friedman. Technische Hilfeleistung für maximale Freiheit // Martin Stengel (Ökodorf Sieben Linden). Baulich-räumliche Selbstermächtigung // Georg Knacke. Potentiale solidarisch-ökonomischer Selbstbestimmung // Andreas Hofer (KraftWerk1). Raum benutzen und im sozialen Sinne gestalten // Manuela Gatto, Aljosa Dekleva, Tina Gregoric, Vasili Stroumpalkos, Robert Sedlak (+RAMTV).
Negotiate my Boundary // Johnny Winter (BKK-3). Mitbestimmung und Design // Lucien Kroll. Homöopathische Architektur und tierischer Städtebau // Elfried Huth. Die Handschrift der Partizipation Erfahrungen von Mitbestimmung // Andrew Freear (Rural Studio). Just built it! // Architekturführer. Partizipative Architekturen in Westeuropa 1950-1980



NGBK (Hg.)
learning from*
Städte von Welt, Phantasmen der Zivilgesellschaft, informelle Organisation
Redaktion: Jochen Becker, Claudia Burbaum, Martin Kaltwasser, Folke Köbberling, Stephan Lanz, Katja Reichard
metroZones 2 / Verlag der NGBK 2003 /ISBN 3-926796-86-3

www.learningfrom.com



Jochen Becker / Stephan Lanz (HG.)
SPACE // TROUBLES
Jenseits des Guten Regierens:
Schattenglobalisierung, Gewaltkonflikte und städtisches Leben
metroZones 1 / b_books 2003 /ISBN 3-933557-51-8

Welche Ordnungen und welche Turbulenzen durchziehen die Räume der globalen Metropolen? Während die Politik des >Guten Regierens< die widerstreitenden Interessen in einer Stadt zu harmonisieren sucht, präsentiert das Buch Materialien aus den Rissen dieses hegemonialen Projekts. Sichtbar gemacht werden die alltäglichen Konflikte des regulierten urbanen Lebens in den Slums und gated communities, in Kriegs- und Protektoratsgebieten. Space// Troubles trägt erzählerische und sozialwissenschaftliche Beiträge zusammen, die mit Bildmaterialien verschränkt werden.

»Gutes Regieren« meint hier nicht einen Maßstab für die politische Steuerung von Städten, sondern verweist auf das Konzept der Good Governance, mit dessen Hilfe internationale Institutionen wie die Weltbank auf globaler Ebene >marktfreundliche< politische Reformen durchsetzen. >Jenseits des Guten Regierens< fragt vor diesem Hintergrund: Wie werden Städte im Zuge der im Schatten liegenden, schmutzigen Globalisierungsprozesse produziert, regiert und angeeignet? Dabei geht es ebenso um gewaltsame MikrokonfliKte oder >Neue Kriege< wie um globalisierte Gewaltökonomien des Raubbaus, Drogen- oder Menschenhandels,
um privatisierte Sicherheitsdienste wie um Terrorismus und seine Bekämpfung, um staatliche Repression wie um religiös/ideologisch konnotierte lokale Aufstände.

Der Sammelband soll zugleich Diskussionen über die Bedingungen emanzipativer Praktiken und internationalen campaignings anregen.

Mit Texten von Stephan Lanz, Julia Eckert, Raul Zelik, Klaus Schlichte, Johannes Harnischfeger, Anne Jung, Markus Bickel, Katja Diefenbach, Jochen Becker, Madeleine Bernstorff

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SPACE // TROUBLES
. Jenseits des Guten Regierens:
Schattenglobalisierung, Gewaltkonflikte und städtisches Leben



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Bild: Anne Huffschmid