Sandra Schäfer
stagings
Kabul, Film & Production of Representation
metroZones/media 2, b_books Berlin, 2009 / ISBN 978-3-933557-99-5
With stagings. Kabul, Film & Production of Representation, the
artist, filmmaker and author Sandra Schäfer raises the questions of media
and political images of “Afghanistan” in multiple ways. The city
of Kabul and the cinema create stages for the counter-production of representation,
for new definitions and reinterpretations of gender roles and power relations.
stagings addresses urban issues “beyond the civitas” but also
keeps an eye on cultural
production, image politics and media strategies. The book presents photographs,
film stills and documents from the past forty years. The highlighted films,
international exhibitions and festivals predominantly explore the resistive
role of gender politics in Afghanistan, with a secondary aim of undermining
the instrumentalization of the “women’s question” for interventionist-political
purposes.
A rich range of topics is spanned, from a staged demonstration re-enacting
historical protests of women against the Taliban regime to real protests against
the new Afghan family law. In interviews, Kabul filmmaker and women rights
activist Diana Saqeb, award winning filmmaker Siddiq Barmak and Afghan-Canadian
journalist and filmmaker Nelofer Pazira reflect on gender issues and their
work. Film critic Madeleine Bernstorff examines the film Passing the Rainbow
by Sandra Schäfer and Elfe Brandenburger. Portraits of actresses Aiqela
Rezaie (Five in the Afternoon by Samira Makhmalbaf) and Hamida Refah (Kite
Runner by Marc Foster) and the martial arts film director Saba Sahar give
a closer insight to the recent film landscape of Kabul.
Stephan Lanz, Gese Dorner, Katharina Gaber,
Nele Harlan, Nadine Jäger, Sigurd Jennerjahn, Birke Otto, Swantje
Plähn
Funk the City
Sounds und städtisches Handeln aus den Peripherien von Rio de Janeiro
und Berlin
metroZones 9 / b_books 2008 / ISBN
978-3-933557-91-9
Funk the City beleuchtet die Beziehung zwischen dem urbanen Alltag der beiden
Metropolen Rio de Janeiro und Berlin und den musikalischen Subkulturen Hip-Hop
und Baile Funk, die von der bürgerlichen ›Mitte‹ mit Ghetto,
Gewalt und Marginalität in Verbindung gebracht werden. Lassen sich in
diesen Kulturpraxen aus den urbanen Peripherien Ansatzpunkte für eine
›Politik nach der Politik‹ finden? Offenbart sich ihnen ein widerständiges
›städtisches Handeln‹, mit dem Bewohnern von stigmatisierten
Favelas und Einwanderervierteln auf der Ebene der Zeichen und Symbole gegen
ihre gesellschaftliche Marginalisierung ankämpfen? Schaffen sie vielmehr
als ›exotische‹ Musikstile und Lifestyles einen ökonomischen
Mehrwert, den die globalisierten Kulturindustrien abschöpfen? Oder sind
sie gar für den Staat instrumentalisierbar, um die Armen
durch einen Zugriff auf ihre Kulturpraxen und Communities zu regieren?
Funk the City basiert auf mehrjährigen Recherchen und zahlreichen Interviews
mit Aktivisten aus den jeweiligen Szenen und versammelt Analysen, Essays,
Gespräche, Bilder und Lyrics über die Sounds und das städtische
Handeln aus den Peripherien von Rio de Janeiro und Berlin.
Anne Becke,
Olga Burkert, Anne
Doose, Alexander Jachnow, Marianna Poppitz
Verhandlungssache Mexiko Stadt
Umkämpfte Räume, Stadtaneignung, imaginarios urbanos
metroZones 8 /b_books
2008 / ISBN 978-3-933557-89-6
Verhandlungssache Mexiko Stadt zeigt die mexikanische Metropole jenseits der
Megacity-Superlative. Der Sammelband richtet den Blick auf den städtischen
Alltag in dieser Metropole mit ihren 20 Millionen EinwohnerInnen.
Globale und lokale Restrukturierungsprozesse verändern derzeit das räumliche
und soziale Gefüge von Mexiko Stadt: Orte, Nutzungsweisen und Aneignungsformen
wandeln sich. Die wichtigste Triebkraft dieser Entwicklungen ist eine der
Stadt eigene politische Kultur des informellen Aushandelns. Entgegen der normativ
aufgeladenen Perspektive auf die Megastadt als „Schreckbild oder Chance“
versucht das Buch, Facetten des täglichen Lebens und Wandels zu beschreiben
und zu analysieren.
Gesellschaftliche Konflikte und räumlicher Wandel zeigen sich am deutlichsten
im Zentrum und an den Peripherien der Stadt. Diesen Orten widmet sich die
Publikation aus unterschiedlichen Blickwinkeln, um urbane Wirklichkeiten und
Vorstellungswelten der Metropole differenziert porträtieren zu können.
Wissenschaftliche Analysen stehen hier neben journalistischen und literarischen
Texten, (foto-)grafische Annäherungen werden mit stadtplanerischen, politik-,
sozial- und kulturwissenschaftlichen Perspektiven kombiniert.
Mit dem Fokus auf städtischen Alltag und der Überwindung
dichotomer Betrachtungsweisen auf Nord und Süd, Globales und Lokales
ergänzen sich Verhandlungssache Mexiko Stadt und das in Kürze erscheinende
Funk the City. Sounds und städtisches Handeln aus den Peripherien von
Rio de Janeiro und Berlin mit den bisherigen Publikationen der metroZones
Reihe.
Axel Doßmann, Jan Wenzel, Kai Wenzel
Architektur auf Zeit
Baracken, Pavillons, Container
metroZones 7 / b_books 2006 / ISBN 3-933557-66-6
Mit einem Beitrag von Tom Holert und Mark Terkessidis
Fotografien von Karl Heinz Mai, Betty Pabst u.a.
Mobile Wohnformen, ephemere Bauten, performative Architektur sind Schlagworte,
die derzeit in aller Munde sind. Sie stehen für den Wunsch nach Freiheit,
Unabhängigkeit, Flexibilität sowie für die Suche nach Architekturkonzepten,
durch die der umbaute Raum ebenso beweglich wird wie Menschen, Waren und Finanzen.
Symptomatisch für den gegenwärtigen Hype um das Temporäre und
Provisorische ist, dass die historischen Dimensionen von ›Architektur
auf Zeit‹ selten reflektiert werden. An diesem blinden Fleck setzen
die Forschungen in Architektur auf Zeit. Baracken, Pavillons, Container an.
Am Beispiel Leipzigs wird erstmals die facettenreiche Planungs- und Nutzungsgeschichte
provisorischer und temporärer Architekturen in einer Großstadt
beschrieben und mit vielen Bildern dargestellt.
In Architektur auf Zeit wird durch Fotoessays ein Cluster unterschiedlicher
architektonischer Konzepte und Gebrauchsweisen des temporären Bauens
sichtbar gemacht. Dabei spielen provisorische Architekturen zur Unterbringung
von Menschen ebenso eine Rolle wie Bauten, die der politischen Repräsentation
dienen oder die im unternehmerischen Interesse den öffentlichen Raum
besetzen. Übergreifende Essays systematisieren die einzelnen Beobachtungen
und legen mit Exkursen zur Geschichte von Baracken und Wohncontainern, zu
Lagern in der Stadt und zu temporären Absperrungen Pfade für weitere
Forschungen, die auch den regionalen und internationalen Vergleich ermöglichen.
Architektur auf Zeit fixiert ein flüchtiges Phänomen im Feld von
Disziplinierung, unternehmerischem Denken und Biopolitik.
Aus dem Inhalt:
Schneller sein – Architektur auf Zeit / Container / Containerlager für
Asylbewerber – Fotografien von Betty Pabst / Erstarrte Mobilität
– Ein Gespräch mit Tom Holert und Mark Terkessidis / Politische
Repräsentation / Fürsorge / Baracken als Regierungstechnik/ Lager
im Stadtraum / Wiederaufbau – Fotografien von Karl Heinz Mai / Messe
/ Geschäftssinn / Raumerweiterungshalle/ Straßenabsperrungen
Sandra Schäfer, Jochen Becker, Madeleine Bernstorff
(HG.)
Kabul / Teheran 1979 ff
Filmlandschaften, Städte unter Stress und Migration
metroZones 6 / b_books 2006 /ISBN 3-933557-55-0
1979: Im Iran wird der Schah gestürzt, die islamische Republik entsteht;
parallel eskaliert mit dem sowjetischen Einmarsch der Bürgerkrieg in
Afghanistan. Bilder über Afghanistan waren seither zumeist Bilder der
Zerstörung.
Diesen Außenansichten setzt ›Kabul/ Teheran 1979 ff‹
Perspektiven aus Kabul entgegen. Nachrevolutionäre Filme aus dem Iran
gewinnen Preise auf internationalen Festivals; zugleich steht Kino im Iran
selbst für Modernität. Die iranische Filmszene unterstützt
und beeinflusst die wieder entstehende afghanische Filmproduktion. Auch die
vielen afghanischen Flüchtlinge, die im Iran leben, verbinden beide Länder.
So wurde der Bauboom in der Megastadt Teheran maßgeblich von AfghanInnen
bewerkstelligt.
›Kabul/Teheran 1979 ff‹ zeigt Geschichte(n), erzählt von
iranischen und afghanischen FilmemacherInnen von 1979 bis heute, versammelt
Beiträge vom Alltag der beiden Millionenstädte und aus den Flüchtlingslagern
im Grenzgebiet der benachbarten Länder.
Inhaltsverzeichnis (PDF, 124 KB)
Stephan Lanz (HG.)
City of Coop
Ersatzökonomien und städtische Bewegungen in Rio de Janero und Buenos
Aires
metroZones 5 / b_books ISBN 3-933557-54-2
Die Favelas in Rio de Janeiro wurden nie legalisiert, vom Staat immer
wieder zerstört und durch einen »Mythos der Marginalität«
stigmatisiert. Zugleich prägt ihre aus der Not geborene sozio-ökonomische
und politische Selbstorganisation seit einem Jahrhundert die urbane Gesellschaft.
In Buenos Aires hingegen zwingen erstmals die durch einen radikalen Neoliberalismus
zerstörten sozialstaatlichen Funktionen verarmte Bevölkerungsgruppen
dazu, alternative und informelle Formen des Produzierens sowie des politischen
Widerstandes neu zu erfinden. Heute existiert in beiden Städten ein dichtes
Netz an neuen sozialen Akteuren, die in ihren Stadtteilen Kulturproduktion
und Sozialarbeit mit einer politischen Agenda der Bürgerrechte, sozialen
Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Repräsentation der Marginalisierten
verbinden.
Solche widerständigen Alltagspraktiken in den metropolitanen Räumen
des Globus thematisiert die metroZones-Reihe des ErsatzStadt-Projektes vorrangig.
Fragten die ersten beiden Bände ›Space//Troubles‹ (Hg. Jochen
Becker / Stephan Lanz) und ›Learning from *‹ danach, wie Städte
im Zuge im Schatten liegender Globalisierungsprozesse produziert und regiert
werden, thematisieren die folgenden eher deren selbstorganisierte Aneignung:
in ›Hier Entsteht‹ (Hg. Jesko Fezer / Mathias Heyden) durch partizipative
Bau- und Planungsprozesse, in ›Self Service City: Istanbul‹ (Hg.
Orhan Esen / Stephan Lanz, 2004) durch informelle Stadtentwicklung von Zuwanderern
und nun in ›City of COOP‹ durch städtische Bewegungen und
autonome Ökonomien. Das Buch versammelt Analysen, Reportagen, Berichte
und Bilder aus städtischen Projekten und Bewegungen in Rio de Janeiro
und Buenos Aires.
Inhalt: Stephan
Lanz: Kapillaren der Emanzipation. Ersatzökonomien und städtische
Bewegungen in Rio de Janeiro und BuenosAires // Marcelo Lopes de Souza: Sozialräumliche
Dynamik in brasilianischen Städten unter dem Einfluss des Drogenhandels.
Anmerkungen zum Fall Rio de Janeiro // Stephan Lanz: Wie die Favela siegte.
Eine kleine politische Geschichte der Favelas in Rio de Janeiro // Paola Berenstein
Jacques: Eine Ästhetik mit Hüftschwung. Von den Favelas lernen //
Ivana Bentes: Das Copyright des Elends und das Bild als Kapital //
Stephan Lanz: Die Explosion einer Bombe. ›City of God‹
versus Cidade de Deus // Jose Junior: Das Leben verändern. Vigário
Geral und die Geschichte von ›Afro Reggae‹ // Marcel Vejmelka:
Die ›Grupo Cultural Afro Reggae‹. Kreativer Aktivismus in den
Favelas // Isabel Martins: »Um 20 Uhr leidet in den Telenovelas keiner
Hunger.« Das Netzwerk CCAP in Manguinhos // Dietmar Starke: Die urbane
Zelle // Jochen Becker: »Aus jedem Parterre wird eine Werkstatt.«
Über die Kooperativen ›Coopa-Roca‹ in Rio de Janeiro und
›Nuevo Rumbo‹ in Buenos Aires // Márcio de Souza, Ximena
Tordini: Schalte das Radio aus und mache Dein eigenes ... ›AtreVer‹
und ›La Tribu‹: zwei gemeinschaftliche Medien zwischen Aneignung
und Gegenöffentlichkeit // La Tribu: Buenos Aires. Ein Stadtplan städtischer
Bewegungen // Stefan Thimmel: Villas Miserias in Buenos Aires. Eine Notstandssituation
als Dauerzustand – Armutsinseln in der Mega City // Max Welch Guerra:
Buenos Aires – die »Deeuropäisierung« der Stadt und
ihre politische Dimension // Myriam Pelazas: Verwandlungen der »Königin
des Plata«. Aktuelle Formen von Kampf und Demokratie in Buenos Aires
// Pepe Córdoba, Alejandra López: Eine neue Richtung. Die Cartonero-Kooperative
›Nuevo Rumbo‹ //
Graciela Draguricevich: Losungen für den Alltag. Das Projekt ›Mutual
Sentimiento‹ // Andrés Di Tella: Buenos Aires Krisentango. Dokumentarfilme
über Buenos Aires in Folge des Dezember 2001 //
Orhan Esen/ Stephan Lanz (Hg.)
Self Service City: Istanbul
metroZones 4 / b_books 2004 / ISBN 3-933557-52-6
"Self Service City:
Istanbul" thematisiert aus unterschiedlichen Blickwinkeln die faktische
Neugründung der 2700 Jahre alten ›Megapolis‹: Seit 1950 ist
Istanbul von einer Million Einwohner durch Zuwanderung auf über zehn
Millionen angewachsen. Auf besetztem Land errichteten die ländlichen
Arbeitsmigranten zunächst in Selbsthilfe ihre Gecekondus. Innerhalb eines
halben Jahrhunderts entwickelten sich diese informellen »Ersatzstädte«
städtebaulich, kulturell und politisch zu einer der bedeutendsten Komponenten
der »selbstgemachten« Metropole. Eine Entwicklung, die von bürgerlichen
Urbanitätsdiskursen oftmals nur als zerstörerische Invasion des
bestehenden Istanbuls wahrgenommen wurde.
In den Neunzigerjahren hat sich die Zuwanderung in die Bosporus-Metropole
internationalisiert. Heute ist Istanbul wieder jene kosmopolitische Weltstadt,
die sie die längste Zeit ihrer Geschichte gewesen war. Ein zweiter Fokus
von "Self Service City: Istanbul" liegt daher auf dem städtischen
Handeln von Flüchtlingen und Migranten aus Osteuropa sowie zunehmend
aus Asien und Afrika. Historische Stadtteile verwandeln sich dabei in Praxislaboratorien
eines transkulturellen Zusammenlebens. Es handelt sich gerade um die Orte,
die in offiziellen Urbanitätsdiskursen aus Trauer über eine vorgeblich
verlorene bürgerliche Kosmopolizität nostalgisch verschleiert werden,
womit der Blick auf selbst organisierte Produktionsweisen von Stadt erneut
verstellt wird.
"Self Service City: Istanbul" versammelt Analysen, Essays, Reportagen,
Interviews und Bilder – nicht zuletzt um auch einen Blick auf westeuropäische
Metropolen zu werfen, in denen eigenständige Aneignungen städtischer
Räume auf ähnliche Weise aus den herrschenden Bildern einer urbanen
Civitas ausgegrenzt sind. In einer solchen Perspektive des jeweiligen »Lernens
von ...« ergänzen sich die beiden kurz nacheinander erschienenen
Bücher "City of COOP. Ersatzökonomien und städtische Bewegungen
in Rio de Janeiro und Buenos Aires" (Hg. Stephan Lanz) und "Self
Service City: Istanbul" mit den bisherigen Bänden der metroZones-Reihe.
Mit Beiträgen von:
Von Sengül, H Tark / Bilgin, Ihsan / Sönmez, Mustafa / Soykan,
Timur / Yegenoglu, Hüsnü / Erkarslan, Önder / Projesi, Oda
/ Özüekren, Sule / Ak, Behic / Erder, Sema / Tan, Pelin / Yaghamanian,
Behzad / Ersen, Esra / Enhos, Deniz / Idemen, Siren / Danis, Didem / Kayaalp,
Ebru / Laciner, Ömer / Gümüs, Korhan / Köksal, Sirma /
Mert, Nuray / Tugal, Cihan / Isik, Oguz / Pnarcoglu, Melih / Nuhoglu, Sahan
/ Üstündag, Nazan / Gürbilek, Nurdan / Öncü, Ayse
Jesko Fezer / Mathias Heyden (HG.)
HIER ENTSTEHT
Strategien partizipativer Architektur und räumlicher Aneignung
metroZones 3 / b_books 2004 / ISBN 3-933557-53-4
Weltweit entstehen Metropolen
jenseits von Planbarkeit und Kontrolle und stellen so die regulierte Form
der ›Europäischen Stadt‹ sowie die Effektivität herkömmlicher
Planungsinstrumente in Frage. Die an Wohlfahrtsstaatlichkeit gekoppelten sozialen
und gesellschaftspolitischen Anliegen architektonischer Gestaltung sind in
diesem Kontext neu zu formulieren. Vor allem die vielfältigen Strategien
von Selbstorganisation und partizipativer Architektur können auf externe
Dynamiken reagieren und mit der Unvorhersehbarkeit urbaner Prozesse umgehen.
Gleichzeitig ermöglichen sie es, die soziale Funktion von Raum und die
gesellschaftliche Bedeutung von Architektur einzubeziehen. Eine erweiterte
Mitbestimmung könnte so die Gestaltung des gebauten Raumes demokratisieren
und neue Bezüge zur widersprüchlichen Alltagswirklichkeit unserer
Städte herstellen.
HIER ENTSTEHT präsentiert Theorien und Bauten der Selbstermächtigung
und NutzerInnenbeteiligung. Anhand von Interviews, kommentierenden Materialien
und einer Übersicht partizipativer Architektur der Sechziger- bis Achtzigerjahre
zeigt das Buch Perspektiven für eine andere Planung und Praxis auf. Der
Blick richtet sich auf informelle Siedlungsformen in den Metropolen des Südens,
zurück in die politisch-architektonische Geschichte selbstbestimmten
Wohnens und auf aktuelle Praktiken sich Raum anzueignen. Zudem werden computergestützte
Gestaltungs- und Produktionstechniken auf ihr Potential befragt, neue Partizipationsformen
an Architektur und Planung zu erschließen.
Dem Buch liegt eine CD-ROM mit Tonspuren, Videos und Bildmaterial von ›Hier
entsteht. Bauexperiment, Ausstellung und Veranstaltungsreihe‹ in, um
und auf dem Pavillon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin 2003
bei.
Inhalt: metroZones in Ersatz. StadtHütteldorf am Rosa-Luxemburg-Platz.
Vorwort // Jesko Fezer / Mathias Heyden. Hier entsteht. Strategien partizipativer
Architektur und räumlicher Aneignung // Eckhart Ribbeck. Informelles
Bauen in Mexiko-Stadt // Klaus Overmeyer (studio urban catalyst). Mit Zwischennutzungen
Stadt entwickeln // Wolfgang Kil. Transport von Heimat // Yvonne P. Doderer.
Die ungelesene Seite von Planung // Christoph Schmidt, Christoph Heinemann
(ifau). Kooperieren ohne Regeln // Markus Bader, Benjamin Förster-Baldenius
(Raumlabor_berlin) // John Palmesino (Multiplicity). Die Vielzahl lokaler
Akteure // Nicolaas John Habraken. Die Umsetzung einer einfachen Idee // Herwig
Loeper. Industrieller Wohnungsbau für die Zukunft von gestern // Udo
Kraft. Das mitwachsende Haus // Oliver Fritz. Flüssige Architektur, Entwurfsgarten
und regelmäßige Ausnahmen // Yona Friedman.
Technische Hilfeleistung für maximale Freiheit // Martin Stengel
(Ökodorf Sieben Linden). Baulich-räumliche Selbstermächtigung
// Georg Knacke. Potentiale solidarisch-ökonomischer Selbstbestimmung
// Andreas Hofer
(KraftWerk1). Raum benutzen und im sozialen Sinne gestalten // Manuela Gatto,
Aljosa Dekleva, Tina Gregoric, Vasili Stroumpalkos, Robert Sedlak (+RAMTV).
Negotiate my Boundary // Johnny Winter (BKK-3). Mitbestimmung und Design //
Lucien Kroll. Homöopathische Architektur und tierischer Städtebau
// Elfried Huth. Die Handschrift der Partizipation Erfahrungen von Mitbestimmung
// Andrew Freear (Rural Studio). Just built it! // Architekturführer.
Partizipative Architekturen in Westeuropa 1950-1980
NGBK
(Hg.)
learning from*
Städte von Welt, Phantasmen der Zivilgesellschaft, informelle Organisation
Redaktion: Jochen Becker, Claudia Burbaum, Martin Kaltwasser, Folke Köbberling,
Stephan Lanz, Katja Reichard
metroZones 2 / Verlag der NGBK 2003 /ISBN 3-926796-86-3
www.learningfrom.com
Jochen Becker / Stephan Lanz (HG.)
SPACE // TROUBLES
Jenseits des Guten Regierens:
Schattenglobalisierung, Gewaltkonflikte und städtisches Leben
metroZones 1 / b_books 2003 /ISBN 3-933557-51-8
Welche Ordnungen und welche Turbulenzen durchziehen die Räume der globalen
Metropolen? Während die Politik des >Guten Regierens< die widerstreitenden
Interessen in einer Stadt zu harmonisieren sucht, präsentiert das Buch
Materialien aus den Rissen dieses hegemonialen Projekts. Sichtbar gemacht
werden die alltäglichen Konflikte des regulierten urbanen Lebens in den
Slums und gated communities, in Kriegs- und Protektoratsgebieten. Space//
Troubles trägt erzählerische und sozialwissenschaftliche Beiträge
zusammen, die mit Bildmaterialien verschränkt werden.
»Gutes Regieren« meint hier nicht einen Maßstab für
die politische Steuerung von Städten, sondern verweist auf das Konzept
der Good Governance, mit dessen Hilfe internationale Institutionen wie die
Weltbank auf globaler Ebene >marktfreundliche< politische Reformen durchsetzen.
>Jenseits des Guten Regierens< fragt vor diesem Hintergrund: Wie werden
Städte im Zuge der im Schatten liegenden, schmutzigen Globalisierungsprozesse
produziert, regiert und angeeignet? Dabei geht es ebenso um gewaltsame MikrokonfliKte
oder >Neue Kriege< wie um globalisierte Gewaltökonomien des Raubbaus,
Drogen- oder Menschenhandels,
um privatisierte Sicherheitsdienste wie um Terrorismus und seine Bekämpfung,
um staatliche Repression wie um religiös/ideologisch konnotierte lokale
Aufstände.
Der Sammelband soll zugleich Diskussionen über die Bedingungen emanzipativer
Praktiken und internationalen campaignings anregen.
Mit Texten von Stephan Lanz, Julia Eckert, Raul Zelik, Klaus Schlichte, Johannes
Harnischfeger, Anne Jung, Markus Bickel, Katja Diefenbach, Jochen Becker,
Madeleine Bernstorff
up
mZ Publikationen
metroZones/media 2
stagings
Kabul, Film & Production of Representation
metroZones 9 >>>
Funk the City. Sounds und städtisches
Handeln aus den Peripherien von Rio de Janeiro und Berlin
metroZones
8 >>>
Verhandlungssache Mexiko Stadt. Umkämpfte
Räume, Stadtaneignung, imaginarios urbanos
metroZones 7 >>>
Architektur auf Zeit. Baracken, Pavillons,
Container
metroZones 6 >>>
Kabul / Teheran 1979 ff. Filmlandschaften,
Städte unter Stress und Migration
metroZones 5 >>>
City of Coop. Ersatzökonomien
und städtische Bewegungen in Rio de Janero und Buenos Aires
metroZones 4 >>>
Self Service City: Istanbul
metroZones 3 >>>
HIER ENTSTEHT. Strategien partizipativer
Architektur und räumlicher Aneignung
metroZones
2 >>>
learning from* Städte von Welt, Phantasmen der Zivilgesellschaft,
informelle Organisation
metroZones 1 >>>
SPACE // TROUBLES. Jenseits
des Guten Regierens:
Schattenglobalisierung, Gewaltkonflikte und städtisches Leben
mehr
zum Kontext der Buchreihe / more about the context of the
Bookseries:
metroZones
Buchreihe / Publications